Wer Lust auf neue Perspektiven, weite Landschaften und echte Outdoor‑Momente hat, findet in der Region Leipzig ein überraschend vielseitiges Paradies fürs Radfahren. Zwischen glasklaren Seen, dichten Wäldern, sanften Auen und historischen Stadtkernen schlängelt sich ein hervorragend ausgebautes Netz an Radwegen, das zu entspannten Genussrouten, sportlichen Tagestouren und mehrtägigen Abenteuern einlädt.
Ob durchs beeindruckende Leipziger Neuseenland, entlang der Weißen Elster, quer durch die Dübener Heide oder mitten hinein in die Geschichte der mitteldeutschen Industriekultur – jede Tour öffnet ein neues Kapitel dieser besonderen Outdoor‑Region. Dank guter ÖPNV‑Anbindung, E‑Bike‑Ladestationen und vielen Einstiegspunkten lassen sich alle Wege flexibel planen und spontan erweitern. Kurz: Wer Natur, Wasser, Kultur und Bewegung liebt, wird die Radregion Leipzig garantiert ins Radler-Herz schließen.
Radhighlight Leipzig Region #1:
Die Neuseenland-Route. Wasser, Weite und Wow‑Momente
Den Moment, wenn du auf die Neuseenland‑Radroute einbiegst, wirst du so schnell nicht vergessen. Vor dir liegt eine Rundtour durch das südliche Leipziger Neuseenland, vorbei an neun Seen, die heute aussehen wie Naturparadiese – und kaum mehr erkennen lassen, dass hier mal Tagebau war. Das ist die wahre Wende! Und du spürst ihn mit jedem Meter unter deinen Reifen.
Die Route ist insgesamt etwa 100 Kilometer lang, aber sie fühlt sich an wie eine Reise durch verschiedene Welten. Mal gleitest du direkt am glasklaren Wasser entlang, mal durch offene Landschaften, dann wieder durch kleine Ortschaften mit Biergärten, Cafés und Bistros, die geradezu nach einer Pause schreien. Spätestens nach den ersten Kilometern willst du ohnehin ins Wasser springen – also Badesachen einpacken!
Was besonders reizvoll ist? Du kannst überall einsteigen. Die Neuseenland‑Radroute ist richtig gut ausgeschildert und perfekt für alle, die spontan losfahren wollen – egal ob gemütlich unterwegs oder ambitioniert im sportlichen Modus.
Und zwischendurch gibt’s immer wieder Highlights, die dich überraschen: Wildwasserrafting im Kanupark Markkleeberg, Kitesurfen, ein Abstecher ins Freizeitparadies BELANTIS oder ein Besuch der mystischen Kulturinsel VINETA mitten auf dem Störmthaler See. Ganz ehrlich: Diese Region fühlt sich nach kleinem Outdoor‑Abenteuer an.
So ist die Seenlandschaft südlich von Leipzig seit der Wende entstanden
Die beeindruckende Seenlandschaft südlich von Leipzig ist das Ergebnis eines der größten Landschaftswandel‑Projekte Deutschlands. Bis Anfang der 1990er Jahre prägten hier riesige Tagebaue den Raum – Orte mit Mondlandschaften, Abbruchkanten und Förderbrücken.
Nach der Wende wurde der Braunkohleabbau schrittweise eingestellt und die Region umfassend rekultiviert. Aus den ehemaligen Tagebaugruben entstanden durch gezielte Flutung, Renaturierungsmaßnahmen und neue Infrastruktur mehr als 20 große Seen mit insgesamt rund Quadratkilometern Wasserfläche.
Zum Leipziger Neuseenland gehören heute u. a. der Cospudener See, Markkleeberger See, Störmthaler See, Zwenkauer See, Schladitzer See und der Großstolpener See. Sie sind miteinander vernetzt und zum Teil über Wasserstraßen verbunden – ein europaweit einzigartiger Entwicklungsprozess, der aus früheren Bergbaulöchern vielseitige Erholungsgebiete gemacht hat.
Richtig praktisch für längere Tagestouren: Die Route hat E‑Bike‑Ladestationen, und in Markkleeberg kannst du auf die Kohle‑Dampf‑Licht‑Seen‑Radtour wechseln, während in Pegau der Elsterradweg auf dich wartet. Perfekt, wenn du Lust hast, deine Runde spontan zu erweitern.
Am Ende des Tages bist du voller unerwarteter Eindrücke. Diese Mischung aus Wasser, Weite und Freiheit bleibt hängen – und macht die Neuseenland‑Radroute für mich zu einer der schönsten Touren rund um Leipzig.
Kurzprofil:
- Höhenmeter auf: 235 hm
- Höhenmeter ab: 228 hm
- Gesamtstreckenlänge: 95, 6 km
- Gesamtfahrzeit: 7:00 h
- Schwierigkeit: Mittel
- Start: Markleeberg
- Ziel: Markleeberg
- Weitere Infos/Link zur Tour: www.leipzig.travel/tour/neuseenland-radroute;
- Tour auf outdooractive
- Tour auf komoot
Radhighlight Leipzig Region #2:
Der Elsterradweg zwischen Pegau und Schkeuditz
Wenn du eine Radroute suchst, die Natur, Wasser und entspanntes Dahingleiten perfekt verbindet, dann nimm dir meinen Tipp zu Herzen: Fahr den Elsterradweg zwischen Pegau und Schkeuditz. Die Strecke gehört für zu den schönsten Touren im südlichen Leipzig.
Der Elsterradweg schlängelt sich direkt am Ufer der Weißen Elster entlang und führt dich durch eine unglaublich abwechslungsreiche Landschaft. Du rollst durch grüne Parks, streifst die geschützten Bereiche des Leipziger Auwalds und hast immer wieder Seen in Sichtweite. Ein Highlight: der Abschnitt zwischen Groitzsch und Zwenkau, wo sich das Panorama am Zwenkauer See öffnet – ein echter Weitblick‑Moment.
Je weiter du Richtung Markkleeberg kommst, desto mehr spürst du das Lebensgefühl des Leipziger Neuseenlands. Und spätestens am Cospudener See, dem berühmten „Cossi“, willst du einfach nur absteigen, die Schuhe ausziehen und die Füße ins Wasser halten. Perfekt für eine kleine Pause – oder gleich einen ausgedehnten Bade‑Stopp.
Was mir besonders gut gefallen hat: Entlang der rund 50 Kilometer findest du ständig neue Gründe, anzuhalten. Aussichtspunkte, kleine Restaurants, Cafés, Biergärten, Badespots – es gibt immer etwas zu entdecken. Und obwohl die Wegbeschaffenheit immer wieder wechselt, bleibt die Strecke weitgehend flach. Dadurch ist sie auch super für Familien, entspannte Touren oder Einsteiger geeignet.
Für alle, die mit dem E‑Bike unterwegs sind (so wie ich an dem Tag): Entlang der Route gibt es mehrere E‑Bike‑Ladestationen. Das macht die Tour stressfrei und spontan – einfach losfahren und genießen.
Kurz gesagt: Wenn du Lust auf eine abwechslungsreiche Radroute in Sachsen hast, bei der du Natur, Wasser, Weite und eine ordentliche Portion Leipzig‑Vibes bekommst, dann pack dein Rad und fahr den Elsterradweg.
Kurzprofil:
- Höhenmeter auf: 70 hm
- Höhenmeter ab: 112 hm
- Gesamtstreckenlänge: 53,4 km
- Gesamtfahrzeit: 3:36 h
- Schwierigkeit: leicht
- Start: Pegau
- Ziel: Schkeuditz
- Weitere Infos/Link zur Tour:
- www.leipzig.travel/tour/elsterradweg-zwischen-pegau-und-schkeuditz
- Tour auf outdooractive
- Tour auf komoot
Good to know. Radfahren in der Region Leipzig.
Die Region
Die Region Leipzig verbindet urbane Energie mit überraschend viel Natur: Rund um die lebendige Musik‑ und Messestadt erstreckt sich eine Landschaft aus über 20 Seen, weiten Auen, romantischen Flusstälern und mittelalterlichen Burgen und Schlössern – ein echter Mix aus Wasser, Weite, Geschichte und Outdoor‑Abenteuer. Zum Gebiet gehören das Leipziger Neuseenland, das Sächsische Burgenland, die Dübener Heide, idyllische Kleinstädte wie Grimma, Delitzsch oder Wurzen und natürlich Leipzig selbst, das mit Kultur und Szenevierteln zusätzlich punktet.
Ideal für Tourenradler, Familien und E‑Biker
Gerade für Radfahrer ist die Region ein kleines Paradies. Neben klassischen Fernradwegen wie dem Elsterradweg, dem Mulderadweg, dem Elberadweg und der Obstland‑Route führen unzählige Panorama‑, Seen‑ und Themenrouten durch faszinierende Landschaftswechsel. Sie führen von renaturierten Tagebauseen im Neuseenland bis zu historischen Orten wie Schloss Hartenfels, Burg Mildenstein oder den Brücken und Viadukten der Niederbergbahn. Viele Wege verlaufen flach, sind bestens ausgebaut und ideal für Tourenradler, Familien und E‑Bike‑Fans.
Was den Charakter der Region ausmacht?
Die Nähe von Natur und Kultur, kurze Wege, ein außergewöhnlicher Landschaftswandel vom Bergbaugebiet zum Outdoor‑Revier und eine enorme Vielfalt auf engem Raum. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Radfahren in der Region Leipzig immer wieder neue Perspektiven eröffnet – egal, ob man entspannt am Wasser entlangrollt, durch die Auwälder streift oder in die bewegte Geschichte Mitteldeutschlands eintaucht.
Radhighlight Leipzig Region #3:
Die Industriekultur- und Natur-Tour
Eine Empfehlung für alle, die Industriekultur und Natur per Rad erleben wollen. Wenn du eine Radtour suchst, die Geschichte, Landschaftswandel und Naturerlebnis vereint, lohnt sich ein Blick auf die Kohle | Dampf | Licht | Seen – Radroute. Diese Fernradroute führt über rund 280 Kilometer durch die bedeutenden Stationen der mitteldeutschen Industriekultur und zeigt eindrucksvoll, wie sich frühere Tagebaugebiete in moderne Erholungslandschaften verwandelt haben.
Besonders spannend ist die rund 90 Kilometer lange Teilstrecke zwischen Bitterfeld‑Wolfen und Groitzsch im südlichen Neuseenland. Hier erlebt man direkt, wie der Wandel von Braunkohleabbau zu renaturierten Seen, Grünflächen und Radwegen gelungen ist. Wo einst riesige Bagger arbeiteten, laden heute klare Gewässer und weite Uferbereiche zu entspannten Pausen ein – ein starkes Beispiel für den Strukturwandel in der Region.
Unterwegs passiert man markante Zeugnisse des Industriezeitalters, darunter das Kraftwerk Lippendorf, den Bergbau‑Technik‑Park sowie das große Schaufelrad bei Gerbisdorf. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann die Tour flexibel erweitern, denn zahlreiche Bergbaufolgeseen rund um Leipzig lassen sich problemlos als Zusatzrunden einbauen. Dadurch verdoppelt sich die Strecke fast – perfekt für alle, die eine längere Neuseenland‑Radtour planen.
Auch der Großstolpener See bietet sich als Zwischenstopp an, besonders an heißen Sommertagen. Hier kann man sich wunderbar abkühlen und neue Energie für die nächste Etappe tanken.
Die Route verläuft überwiegend über asphaltierte Radwege, nur wenige Abschnitte führen über Naturwege. Start‑ und Zielorte sowie wichtige Etappenziele wie Delitzsch oder Markkleeberg sind bequem mit Bahn oder S‑Bahn erreichbar, was die An‑ und Abreise deutlich erleichtert.
Gut zu wissen für die Tourplanung: Die Kohle | Dampf | Licht | Seen – Radroute ist an mehrere bedeutende Fernradwege angebunden – darunter der Mulderadweg, der Elsterradweg und der Elberadweg. So lässt sich die Tour perfekt mit weiteren Radreisen in Mitteldeutschland kombinieren.
Kurzprofil:
- Höhenmeter auf: 276 hm
- Höhenmeter ab: 199 hm
- Gesamtstreckenlänge: 92,9 km
- Gesamtfahrzeit: 7:00 h
- Schwierigkeit: mittel
- Start: Bitterfeld-Wolfen
- Ziel: Groitzsch
- Weitere Infos/Link zur Tour: https://www.leipzig.travel/tour/kohle-i-dampf-i-licht-i-seen-radroute
- Tour auf outdooractive
- Tour auf komoot
Radhighlight Leipzig Region #4:
Früchte und Geschichte: Die Obstlandroute
Wenn man eine abwechslungsreiche Radtour in Sachsen sucht, führt kaum ein Weg an der Obstland‑Radroute vorbei. Die rund 58 Kilometer lange Rundtour verläuft durch das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet des Freistaates und verbindet die Orte Mügeln, Leisnig und Dürrweitzschen miteinander.
Die Route folgt überwiegend ruhigen Nebenstraßen und bestehenden Radwegen und ist vollständig beschildert – ideal, wenn man entspannt radeln und gleichzeitig viel entdecken möchte.
Schon nach wenigen Kilometern wird deutlich, wie sehr Geschichte und Natur hier ineinandergreifen. Die Route führt durch eine kulturhistorisch geprägte Landschaft, in der Klöster, Burgen und weitläufige Plantagen das Bild bestimmen. Besonders eindrucksvoll sind die Burg Mildenstein in Leisnig, die mit über tausend Jahren Geschichte zu den ältesten Burgen Sachsens zählt, sowie das Kloster Buch, das Besucherinnen und Besucher mit Kräutergarten und historischen Anlagen empfängt. Auch das Geoportal Bahnhof Mügeln bietet eine eindrucksvolle Ausstellung zur regionalen Kaolin‑ und Erdgeschichte.
Die Obstland‑Radroute lässt sich sowohl als komplette Runde als auch in drei thematischen Teilrouten erleben. Im Raum Mügeln erfährt man viel über die historischen Wurzeln des Obstanbaus, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, als Zisterzienser erste Klostergärten bewirtschafteten.
In Dürrweitzschen wiederum stehen moderne Produktionsabläufe im Mittelpunkt – hier werden pro Jahr bis zu 40 000 Tonnen Obst geerntet und verarbeitet. Die Teilroute rund um Leisnig widmet sich dem klösterlichen Leben und zeigt, wie eng dieses über Jahrhunderte mit der Obstkultur verbunden war.
E‑Bikes. Entlang der Strecke findet man Ladestationen, beispielsweise in Leisnig. Zudem sind Startpunkte wie Mügeln und Leisnig bequem mit den Öffis erreichbar.
Ein besonderes Highlight für Familien bietet Teilroute II: Mit der Erlebnis‑App „Poppy Pollenpelz und der geheimnisvolle Goldschatz“ begibt man sich auf eine interaktive Schnitzeljagd, die Rätsel, Naturwissen und Erzählungen rund um das Obstland verbindet – perfekt für Kinder von 8 bis 12 Jahren.
Wer eine Tour sucht, die Natur, Kultur und Genuss miteinander vereint, findet in der Obstland‑Radroute eine Empfehlung, die man unbedingt ausprobieren sollte.
Kurzprofil:
- Höhenmeter auf: 380 hm
- Höhenmeter ab: 380 hm
- Gesamtstreckenlänge: 58,1 km
- Gesamtfahrzeit: 4:30 h
- Schwierigkeit: mittel
- Start: Bahnhof Leisnig
- Ziel: Bahnhof Leisnig
- Weitere Infos/Link zur Tour: www.leipzig.travel/obstland
- Tour auf outdooractive
- Tour auf komoot
Radhighlight Leipzig Region #5:
Torgischer Radweg. Lässig durch die Dübener Heide cruisen
Wenn man eine entspannte, naturnahe und zugleich kulturreiche Fahrradtour sucht, bietet der Torgische Radweg eine ideale Gelegenheit. Die Strecke verläuft quer durch die Dübener Heide, eine der größten zusammenhängenden Waldlandschaften Mitteldeutschlands, und verbindet auf rund 67 Kilometern die beiden Städte Torgau und Delitzsch. Die Route führt durch Wälder, Moore, kleine historische Orte und vorbei an Schlössern – perfekt für alle, die abwechslungsreiche Landschaften schätzen.
Der Startpunkt in Torgau lädt zu einem kurzen Stadtbummel ein. Besonders Schloss Hartenfels gilt als kulturhistorisches Highlight, da es zu den bedeutendsten Renaissanceanlagen Deutschlands zählt. Von dort führt der Radweg hinein in die waldreiche Dübener Heide, die bekannt ist für Moorlandschaften, seltene Tierarten und gut ausgebaute Radwege. Durch die Nähe zur Mulde gewinnt die Strecke zusätzlich an landschaftlicher Abwechslung.
Ein lohnender Zwischenstopp ist Bad Düben, eine traditionsreiche Kurstadt, die mit dem Moorerlebnispfad, der historischen Bergschiffsmühle und der Burg Bad Düben samt Landschaftsmuseum gleich mehrere Ausflugsziele bietet. Von hier aus folgt die Route den Schleifen der Mulde – ein Abschnitt, der besonders naturnah wirkt und sich gut für Pausen direkt am Wasser eignet.
Weiter südlich erreicht man den Seehausener See, ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Wasserflächen, Vogelbeobachtungsmöglichkeiten und Rastplätzen für Radfahrer. Schließlich endet die Tour in Delitzsch, wo das aufwendig restaurierte Barockschloss Delitzsch den perfekten Abschluss bildet.
Der Torgische Radweg gilt aufgrund seines überwiegend flachen Profils als familienfreundlich und eignet sich durchweg für Trekkingräder oder E‑Bikes. Durch die gute Erreichbarkeit der Start‑ und Endpunkte mit dem ÖPNV lässt sich die Tour flexibel planen.
Gut zu wissen: In Torgau kann man problemlos auf den Elberadweg wechseln, während in Delitzsch ein Anschluss an die Kohle–Dampf–Licht–Seen‑Radroute besteht – ideal, wenn man die Tour spontan verlängern möchte.
Wer eine Route sucht, die Natur, Kultur und Erholung verbindet, sollte den Torgischen Radweg in der Dübener Heide unbedingt einmal fahren – eine Empfehlung, die man nicht bereut.
Kurzprofil:
- Höhenmeter auf: 147 hm
- Höhenmeter ab: 122 hm
- Gesamtstreckenlänge: 67 km
- Gesamtfahrzeit: 5:15 h
- Schwierigkeit: mittel
- Start: Torgau, an der Elbe
- Ziel: Delitzsch, Markt
- Weitere Infos/Link zur Tour: www.leipzig.travel/tour/torgischer-radweg
- Tour auf outdooractive
- Tour auf komoot
Decathlon Fahrradwelt zu Bestpreisen.
Radhighlight Leipzig Region #6:
Der Mulderadweg – drei Routen, zwei Quellen und ein Geheimtipp für alle Radfans
Wenn man eine vielseitige und kulturreiche Fernradroute in Mitteldeutschland sucht, gehört der Mulderadweg zu den spannendsten Empfehlungen. Auf mehr als 400 Kilometern folgt der Radweg den drei Flussarmen der Zwickauer Mulde, Freiberger Mulde und Vereinigten Mulde – von den Quellregionen bis zur Mündung in die Elbe bei Dessau. Die Strecke führt durch ursprüngliche Wälder, durch Muldenauen, vorbei an historischen Städten und zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang der Flusstäler.
Die Route beginnt entweder an der Quelle der Freiberger Mulde im tschechischen Moldava oder in Schöneck im Vogtland, wo die Zwickauer Mulde entspringt. Beide Flussarme verlaufen durch eindrucksvolle Landschaften, geprägt von Bergbaugeschichte, Schlössern, mittelalterlichen Ortskernen und Industriekultur. So erlebt man unter anderem die Bergbauregion rund um Freiberg oder die traditionsreiche Muldental‑Landschaft mit Orten wie Nossen, Roßwein und Döbeln.
In Sermuth bei Colditz vereinen sich beide Quellflüsse zur Vereinigten Mulde, die anschließend gemütlich weiter Richtung Dessau fließt. Entlang dieses Abschnitts entdeckt man beeindruckende Bauwerke wie die Burg Mildenstein, das Kloster Buch oder historische Städte wie Grimma und Wurzen. Diese Etappen gehören zu den landschaftlich abwechslungsreichsten Abschnitten des gesamten Fernradwegs.
Der Mulderadweg ist bewusst in mehrere Etappen unterteilt, sodass man flexibel entscheiden kann, ob man nur einen Tagesausflug oder eine mehrtägige Radreise plant. Viele Teile des Weges verlaufen flussnah und damit angenehm flach, wodurch die Route auch für Familien geeignet ist. Gleichzeitig finden sich im Erzgebirge einige anspruchsvollere Abschnitte für geübte Tourenradler.
Dank guter ÖPNV‑Anbindungen, insbesondere in Freiberg, Döbeln, Leisnig und Dessau, lässt sich der Einstieg in den Mulderadweg problemlos planen. Zudem bietet der Weg zahlreiche Möglichkeiten, die Tour mit anderen Radstrecken zu kombinieren – etwa dem Elberadweg ab Dessau oder dem Muldentalradweg rund um Grimma und Wurzen.
Wer eine Route sucht, die Natur, Geschichte, Kultur und Erholung miteinander verbindet, findet im Mulderadweg einen Geheimtipp, den man unbedingt einmal gefahren sein sollte.
Kurzprofil:
- Höhenmeter auf: 1.501 hm
- Höhenmeter ab: 2.897 hm
- Gesamtstreckenlänge: 395 km
- Gesamtfahrzeit: 29 h
- Schwierigkeit: mittel
- Start: Schöneck oder Moldava
- Ziel: Dessau
- Weitere Infos/Link zur Tour:
- www.mulderadweg.de
- Alle Etappen auf outdooractive
- Alle Etappen auf komoot
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