Komfortabler Laufgürtel mit viel Stauraum.
VORTEILE
- Angenehmes Tragegefühl
- Kein "Bouncen" der mitgeführten Sachen
- Umlaufendes Staufach
- Leicht
NACHTEILE
- Fehlendes Sicherungsfach mit Reißverschluss
- Hintere Schlaufen sollten verstellbar sein
- Nicht jede Trinkflasche passt gut in der Gürtel
BEWERTUNG
Im Test Kompressionssocken : Compressport Full Socks Recovery 2.0

Hersteller:
Das Schweizer Unternehmen Compressport wurde 2008 gegründet und hat den Ursprung im Ausdauersport (v.a. Triathlon). Schwerpunkt ist hochwertige Kompressionsbekleidung, die sowohl Leistung als auch Regeneration unterstützen soll. Das Unternehmen wirbt damit, dass sie technische Produkte, die von Profi-Athleten getestet werden, herstellen.
Nachhaltigkeit:
Die Full Socks Recovery 2.0 werden in Portugal gefertigt. Das Unternehmen wirbt mit kurzen Transportwegen innerhalb Europas. Compressport betont ein Engagement für Qualität, Rückverfolgbarkeit und reduzierte Umweltauswirkungen durch lokale Produktion und Zusammenarbeit mit kleineren Werkstätten. Konkrete Angaben zu Recycling, CO₂-Bilanz oder sozialen Standards fehlen auf der Produktseite.
Produktbeschreibung vom Hersteller:
Der Free Belt Pro ist ein ultraleichter, flexibler Laufgürtel, der dafür konzipiert wurde, alles Wesentliche beim Laufen oder Trailrunning bis zu ca. 6 Stunden mitzunehmen, ohne zu verrutschen oder zu „bouncen“.
Merkmale:
- Einzelnes, umlaufendes Mesh-Fach: passt sich dem Volumen an und erlaubt schnellen Zugriff auf Smartphone, Snacks, Softflasks etc. ohne Reißverschluss.
- Ergonomischer, eng anliegender Sitz: sitzt sicher über der Hüfte und minimiert Bewegungen beim Laufen.
- Integrierte Befestigungsschlaufen: für Startnummern oder Trail-Stöcke.
- Ultraleicht & komfortabel: seamless gefertigt, atmungsaktiv und niedriges Gewicht (um ca. 60–70 g je nach Version).
Material
87% Polyamid, 12% Elastan, 1% Polypropylen
Gewicht ca. 70 Gramm
UVP: 45€
Quelle: Compressport




Laufgürtel bieten eine interessante Alternative zu klassischen Laufwesten. Besonders gefällt mir die Idee, auf eine Weste zu verzichten, da man beim Tragen am Rücken häufig stark schwitzt und die größere Auflagefläche dort schnell unangenehm werden kann. Ein Gürtel hingegen sitzt im Hüft- oder Taillenbereich und reduziert den Kontakt am Rücken deutlich. Wichtig ist dabei, dass so ein Gürtel trotzdem ein ähnliches Packvolumen bietet wie eine Laufweste. Beim Free Belt Pro war ich tatsächlich positiv überrascht, wie gut das funktioniert hat.
Erster Eindruck
Eigentlich sind es zwei breite Gürtel bzw. elastische Stoffschläuche , die übereinandergelegt und unten zusammengenäht werden. Dadurch ergibt sei ein großes Fach, welches rund um den Körper führt. Es gibt ihn in drei Größen XS/S, M/L und XL/XXL und in sechs Farben.
Zusätzlich zu dem großen Fach, gibt es zwei große Schlaufen am Rücken und drei kleine Umlaufen, um Sachen zu befestigen.
Passform:
Obwohl mein Hüft- und Taillenumfang laut Messung genau am oberen Ende der XS-Größe lag (94 Zentimeter), habe ich mich bewusst für die kleinere Variante entschieden. Mein Gedanke dahinter war, dass der Gürtel bei voller Beladung besser und sicherer sitzt, wenn er etwas enger anliegt.
Beim ersten Anprobieren empfand ich den Gürtel als ziemlich eng. Beim Laufen stellte sich dieses Gefühl jedoch als gar nicht störend heraus – im Gegenteil: Ich fand es sogar angenehm, dass der Gürtel etwas fester saß. So blieben alle verstauten Gegenstände sicher und nah am Körper, was das Tragegefühl sehr komfortabel machte. Ursprünglich hatte ich überlegt, den Gürtel auch bei meinen Wanderritten einzusetzen und somit über mehrere Stunden zu tragen. Dafür erscheint er mir allerdings auf Dauer zu straff. Für das Lauftraining ist der enge Sitz jedoch perfekt geeignet.



Test:
Während des Tests hatte ich meist mein Handy, Taschentücher und häufig eine leichte Regenjacke dabei. Hier hat mich der Gürtel wirklich überzeug, die Gegenstände lagen fest am Körper, das Material war angenehm und die Schweißbildung darunter nicht zu stark.
Zur Probe habe ich zusätzlich eine GoPro mitgenommen und versucht, auch noch eine Softflasche unterzubringen. Das Tragegefühl mit der Softflasche war nicht ideal, und sie ließ sich leider auch nicht besonders gut im Gürtel verstauen. Hier sollte man darauf achten, Flaschen zu wählen, die mit dem Gürtel kompatibel sind. Für einen kurzen Testlauf war es zwar machbar, aber insgesamt war diese Lösung nicht ganz überzeugend.
Die Regenjacke lässt sich problemlos im Gürtel verstauen, alternativ können auch die beiden rückseitigen, gummierten Schlaufen genutzt werden. Ursprünglich sind die Schlaufen dafür gedacht, Trekkingstöcke zu befestigen. Für meine Teleskopstöcke waren sie allerdings zu groß, sodass die Stöcke nicht ausreichend fixiert wurden. Ich vermute zudem, dass das Anbringen der Stöcke hinten beim Laufen eher unpraktisch und wenig komfortabel ist. Hier könnt man eine Möglichkeit schaffen, die Schlaufen fest zu ziehen, damit man auch Gegenstände mit weniger Volumen sicher befestigen kann.
Die durchgehende Tasche ohne viele Unterteilungen empfinde ich als äußerst praktisch, da man flexibel verschiedene Gegenstände verstauen kann. Allerdings vermisse ich eine kleine Reißverschlusstasche, um zum Beispiel Geldbörse oder Schlüssel sicher unterzubringen. Ich habe immer ein wenig Sorge, dass etwas herausfallen könnte, wenn man Sachen aus dem großen Fach herauszieht. Eine zusätzliche kleine Tasche mit Reißverschluss für Kreditkarten oder Schlüssel würde den Gürtel aus meiner Sicht deutlich aufwerten.



Inhalt auf dem Foto:

Fazit:
Der Compressport Free Belt Pro – ist ein komfortabler Laufgürtel, der ausreichend Stauraum bietet für mehrstündige Läufe: 2-3 Stunden, bei längeren Läufen reicht aus meiner Sicht das Volumen für Flüssigkeit nicht aus. Die mitgeführten Sachen liegen, wie der Hersteller es verspricht, eng und ruhig am Körper. Wenn man im Hüftumfang am Ende einer Größe liegt, sollte man nicht auf die größere Variante wechseln.

