Alpinrucksack als minimalistisches Leichtgewicht für Bergtouren
VORTEILE
- Leichtgewicht
- abnehmbarer Hüftgurt/ -Band
- Rückenpolsterung herausnehmbar, als Sitzmatte nutzbar
- Aluminiumstreben zur Gewichtsreduzierung herausnehmbar
- Regenfest
NACHTEILE
- Schmaler und minimalistischer Hüftgurt
BEWERTUNG

Heutzutage ist es wirklich schwer, einen geeigneten Rucksack zu finden… Der Markt ist einfach zu groß. Mein Tipp, ab in Fachhandel und selbst ausprobieren. Das stärkt die Einzelhändler und man bekommt ein Feeling 1 zu 1.
Ähnlich verhält es sich auch beim VAUDE Scopi. Meiner Meinung nach sind die Verwendungsbereiche sehr groß, welche ein Kunde bevorzugt. Deshalb testen und probieren.
Aufbau:
VAUDE beschreibt den Alpinrucksack als minimalistisches Leichtgewicht für Bergtouren mit unter 650g… Und es stimmt wirklich, er fühlt sich sehr, sehr leicht an und besteht trotzdem aus robustem Material (silikoniertes 40D Rip-Stop/ 200D Polyamid- Material) am Boden und an den Seiten. Aus meiner Sicht bestens geeignet für Trailrunner oder als leichter Tourenrucksack. Auffallend sind dabei die Öffnung nach oben und die schmale Form. Die geschäumte Rückenfläche mit Belüftungskanälen ist wohl einzigartig für ein Ultraleichtgewicht. Sonst meistens bei Schwergewichten anzutreffen ist das Feature wohl sehr besonders. Außerdem hat der Scopi vertikale sowie auch seitlich Zurrbänder angebracht, um den Rucksack im Leerzustand möglichst klein zu halten. Manch einer vermisst hierbei evtl. aufwändiger Schnick und Schnack (Technikfeatures). VAUDE wollte damit aber bewusst ein Standard setzen denk ich, der auf bestmögliches Gewichtsmanagement basiert. Herausnehmbare Alu- Streben, Polster und Spannriemen lassen dabei noch weiter Gewichtsanteile purzeln. Bestens geeignet zum Befestigen von Walkingstöcken oder sonstigem Gerät ist hier die Vorderseite.
Handhabung:
Der Scopi fühlt sich sehr leicht, aber dennoch wertig an. Durch die verschiedenen Materialien ist er auch bei leichtem Regen nutzbar. Manch einen stört den Eingriff von oben und damit den einzigen Zugang zum Inneren. Wer sich aber überlegt wozu der Rucksack konzipiert wurde, kommt schnell darauf, dass zusätzliche Taschen an den Seiten kontraproduktiv wären. Von vielen Seiten wurde bemängelt, dass so ein Gefühl des Durchwühlens entstehe. Aus Meiner Sicht gibt es dazu allerdings keine Bedenken. Im oberen Teil ist ein gut zugängliches Fach für Schlüssel, Riegel oder sonstigen Sachen mit Reißverschluss angebracht. Außerdem ein weiteres schmales Fach für Karten oder flache Gegenstände. Im Rest kommen Schuhe, Helm und Trinken ohne weiteres unter. Wer da noch wühlt ist selber schuld. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass ein Trailrunner oder Tourengeher sowieso nicht allzu viel dabei hat, was die Erklärung für mich wäre, warum die Einfachheit hierbei ausreicht.
Auffallend für mich wären die sehr schmal und minimalistisch gehaltenen Hüftbänder, die den Hüftgurt darstellen sollen. Da ich es gewohnt bin, bei Tourenrucksäcken einen breiteren Hüftgurt zu haben, der das Gewicht optimal verteilt, ist mir das bei diesem Modell persönlich zu minimalistisch. Ich kann verstehen dass SUPER ULTRA LiGHTWEIGHT groß geschrieben wird bei diesem Modell. Ich für meinen Teil bevorzuge dann doch mehr Komfort, zu Lasten ein par Grämmchen.
FAZIT:
Ein durchaus gelungener Rucksack, der in der entsprechenden Sportart gerne eine Herausforderung sucht. Dafür wurde er konzipiert und darin muss er ausprobiert werden. Wer sich so ein Teil zulegen muss, wird denk ich um das Ausprobieren nicht herum kommen. Aus meiner Erfahrung heraus wäre er für ein Bikerucksack nicht geeignet, da er nicht über notwendige Schutzmaßnahmen (Protektoren) verfügt. Ich sehe ihn, wie in der Beschreibung, eher als Touren- Kletter- oder Trailrunnerrucksack für kurze Touren.
Für mich gibt’s daher vier Zelte, weil ich denke, dass er in Sachen Hüftgurt noch verbesserungswürdig ist. Auf die Dauer sind mir die zwei schmalen Bänder einfach zu minimalistisch gehalten, was mir auf den Tragekomfort geht.














