Hochwertiger Wandersocken in tollem Design - leider teuer.
VORTEILE
- Super Materialmix
- beginnen erst spät zu riechen
- Verstärke Zehen und (Achilles-)Ferse
- unterstützen das Fußgewölbe
- schönes Design
- schnelltrocknend
NACHTEILE
- teuer
BEWERTUNG
Outside-Stories hatte mir vor einigen Woche drei Paar Socken zum Testen zur Verfügung gestellt. Quer durch die Outdoor-Linie des Kalifornischen Sockenherstellers Stance. Ich war ehrlich gespannt, was mich erwarten würde.
Stance wirkt auf den ersten Blick wie das „Apple“ unter den Sockenherstellern: Ein Unternehmen mit Investorengeldern im dreistelligen Millionenbereich und einem starken Marketing-Fokus will eine Branche aufmischen, die den Flair von ehemals weißen, sonnenvergilbten Röhrenbildschirmen hat – die Sockenbranche. So weit, so Start-Up.
Allerdings, Stance hat es geschafft Wirbel zu erzeugen. Mittlerweile traut man sich zu, mit einer eigenen Unterwäschelinie im Revier von Calvin Klein und Hugo Boss zu wildern. Gutes Marketing und eine große Bandbreite an Markenbotschaftern, alle voran bekannte NBA-Spieler, haben dabei sicher nicht geschadet. Auch wenn es vermutlich erst mal nicht so verlockend klingt, Brand-Embassador für Socken zu sein. Aber „Irgendeine Botschaft muss der Mensch ja haben.“, so Thomas Glavinic, (ehemaliger?) „Schuhbotschafter“ für „Dachstein Schuhe“.
Aber wie sieht nun das Produkt aus?
Die „Nepal Trek“ Socken sind aus „FEEL360-Technologie“ gefertigt. Dieses Herstellungsverfahren sorgt einerseits dafür, dass die Socken nahtlos produziert werden und das Garn vollständig gefärbt ist. So kommen keine weißen Gummis zum Vorschein, wenn sich die Socken dehnen. Darüber hinaus sind Silberionen in „FEEL360“ eingearbeitet, die geruchshemmend wirken und das „gedrehte Premium-Garn“ soll für längere Haltbarkeit sorgen.


Außerdem bestehen die Socken zu 37% aus Wolle, was sie schon durch ihr Material von anderen Modellen abhebt. Die Wolle ist zum Großteil an den gepolsterten Stellen, also an Zehen und Ferse. An der Ferse geht die Verstärkung bis zum Schuhrand hoch, was bei Wanderschuhen Druckstellen vermeiden kann. Die Wollmischung nennt Stance „Deathless-Thread“ und verspricht „extreme Strapazierfähigkeit“. Im Testzeitraum konnte ich tatsächlich keinen Verschleiß feststellen. Frisch aus der Waschmaschine fühlen sich die Woll-Stellen immer etwas verfilzt an, das gibt sich aber schnell wieder.

Mit einer Schuhgröße von 42-43 hatte ich Größe M (38-42). Das hat super gepasst. Stance bietet die Socken noch in S (35-73), L (43-46) und XL (47-50) an.
Die Polsterung und die generelle Dicke der Socken passen meiner Meinung nach aber sehr gut für einen Wandersocken. An den kalten Frühjahrsabenden habe ich die Socken auch einige Male zum Laufen und Radfahren angehabt, auch dafür sind sie allemal zu haben. Am Fußgewölbe unterstützen die Socken zusätzlich durch Kompressions-Streifen.
Die farbigen Streifen machen optische etwas her und erzeugen keine Druckstellen, obwohl sie aus anderem Material eingearbeitet sind.


Kleines Detail am Rande: Die Socken kommen aus der Jimmy Chin – Reihe. Das jetzt der Name eines Menschen, der mich sehr begeistert, auf meinen Socken steht ist gleichermaßen lässig wie eigenartig. Aber das kleine rote Logo passt gut zu den Socken.

Die Socken sind super für lange Wandertouren. Dick genug um über lange Zeit gemütlich zu sein, ohne Schweißfüße zu bekommen. Da trifft es sich gut, dass die Socken tagelang nicht zu stinken beginnen. Definitiv im Gepäck für die nächsten Touren.
Einzig: den Preis von 27,99€ (Webseite Stance) finde ich ehrlich gesagt etwas heftig. Um den zu rechtfertigen, muss das Garn aber wirklich „Deathless“ sein! Hoffen wir das Beste. Dafür gibt’s einen Punkt Abzug von der sonst wirklich überzeugenden Performance.


