Schick, warm, universell und das zum fairen Preis.
VORTEILE
- Hervorragender Sitz bei großen, schlanken Personen
- Schicke Farbkombi (Schwarz/Oliv)
- Tragegefühl
- Materialkombi
- Universelle Wärme, leicht und einfaches Verstauen
- Verwendung nachhaltiger Materialien
NACHTEILE
- Brustinnen und -außentasche übereinander
- Leicht aufgeribbelt nach einiger Tragezeit an einer Stelle
- Verstauen in sich selbst etwas frickelig
- Nur mit Feinwaschmittel waschbar
BEWERTUNG
Vorab: Ich habe die Stoic Jacke von OutsideStories zur Testung bekommen.
Zu mir: Ich bin 1,95 Meter groß, recht sportlich gebaut und mit recht breiten Schultern.
Getestet habe ich die Jacke bei Wanderungen unter einer Regenjacke bei kaltem Wetter, unter einer Winterjacke bei sehr kaltem Wetter, bei einer Bergtour im Schnee (ebenfalls bei kaltem Wetter) und im Alltag.

Zur Firma:
Die Marke Stoic ist eine Eigenmarke des Onlinehändlers Bergfreunde.

Die Marke wurde im Juni 2019 auf Bergfreunde im Internet registriert, in einigen Foren findet man aber schon deutlich länger zurückliegende Infos von der Marke. Meine Jacke ist Made in China.
Die verwendete Wolle kommt von "Lavalan". Lavalan ist eine Firma die auf nachhaltige Wolle als Vorprodukt und ohne Mulesing vertreibt.


Erster Eindruck:
Die Jacke kam in einer Plastikfolie verpackt an. Beim Öffnen hatte ich kurzzeitig einen leicht chemischen Geruch in der Nase, der war am nächsten Tag jedoch verflogen.
Die Jacke ist mit 370 Gramm ziemlich leicht.

Die Jacke besteht aus einer äußeren, glatten Kunststoffschicht und ist im Inneren mit Fleecefutter verkleidet. Dazwischen ist eine wärmende Wollschicht verarbeitet.

Beim ersten Tragen empfand ich den Fleece als superweich und sehr angenehm auf der Haut.
Die Jacke hat insgesamt 4 Taschen. 2 Taschen sind auf Hüfthöhe und 2 auf der linken Brustseite.
Eine davon ist außen und die andere innen, beide sind links. Das gefällt mir persönlich nicht so gut, da man beim Füllen von beiden Taschen halt nur eine Seite voll nutzt. Wirklich schwer wiegt der Punkt aber nicht.


Die Reißverschlüsse sind alle von YKK (dem Standardhersteller solider Reißverschlüsse).

An den Handgelenken sind elastische Bündchen verarbeitet mit kleinen Löchern, um die Daumen durchzustecken.


An der Hüfte sind jeweils links und rechts Gummizüge angebracht, um die Jacke enger zu schnüren.
Gummizug Detailaufnahme
Da die Wolle aus Schweden kommt, ist vermutlich die Schwedenflagge an der Seite. Ein Schelm, wer sich da an eine andere Marke erinnert...

Trageerfahrung:
Ich musste die Gummizüge nicht nutzen, da die Jacke von Werk aus extrem gut sitzt bei meiner Körperstatur.

Am Hals sitzt die Jacke eng, ohne aber einzuschnüren. Ich konnte noch einen Schlauchschal drunterziehen, wenn dieser sich aber gestaut hat, war es zu eng am Hals. Der Hals ist also auch ohne extra Tuch gut vor Wind geschützt.
An den Schultern liegt die Jacke körpernah an, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Im Bauchbereich fällt die Jacke dann etwas ab. An der Hüfte liegt sie wieder gut an.
Beim ersten Mal anziehen war mein erster Gedanke: „Wow, die Jacke sitzt echt perfekt“.
Ich denke von mir, dass ich ein normales Wärmeempfinden habe. Wer draußen aktiv unterwegs ist (wie ich beim Wandern), kann die Jacke bei 7–17 Grad auch alleine tragen, wobei 7° (bei Bewegung) meine untere Grenze wären. Durch die windabweisende Oberfläche kann man die Jacke auch bei leichtem Wind tragen.

Bei 11 Grad hatte ich die Jacke bei einem entspannten Spaziergang an, hier hat diese vollkommen gereicht.
Die Jacke hat eine umweltfreundliche DWR-Beschichtung, wodurch leichter Regen abgehalten wird.

Als Regenjacke würde ich die Jacke jedoch nicht verwenden, alleine deshalb, weil das schwarze Material auf der Brust und das grüne Material am Bauch nicht überlappt. Ist aber ja auch nicht der Zweck der Jacke.
Auf der Rückfahrt von den Bergen saß ich mit der Jacke in der Bahn. Dort war diese zu warm und ich habe leicht geschwitzt. Zur Einordnung: Im Zug waren es 22 Grad, die meisten Mitreisenden hatten dünne Sweater an.

Nach 2 intensiven Wochen Tragezeit habe ich auf der rechten Seite der Jacke eine leichte „Ribbelung“ festgestellt. Meistens habe ich auf der Seite ein Handy oder meine Hände gehabt. Der Tragekomfort wird dadurch nicht eingeschränkt, sieht optisch nur halt nicht so toll aus.

Richtig cool fand ich, dass man die gesamte Jacke in die Innentasche der Jacke verstauen kann. Das ist zwar etwas frickelig, weil der Reißverschluss nicht so groß ist, funktioniert aber mit etwas Kraft.


Waschen:
Beim Waschen empfehle ich dringend die Nutzung von flüssigem Feinwaschmittel, da das Waschpulver sich sonst in dem feinen Außenmaterial absetzt (siehe Bild).
Dies steht fairerweise aber auch im Etikett (lese ich selten). Der Punkt soll daher nur informativerweise als „negativ“ gelten.

Fazit:
Ich bin sehr begeistert von der Jacke. Diese ist in meinen Augen perfekt als Übergangsjacke im Herbst, wenn es etwas frischer wird, oder für einen frischen Sommerabend. Von der Wärmeleistung ist diese zwischen einer Fleecejacke und einer dünnen Daunenjacke einzuordnen.
Aktuell kostet die Jacke ca. 110 € bei Bergfreunde. Das finde ich sehr fair. Der aktuelle Preis ist zurzeit allerdings deutlich günstiger (Stand April 2026).