Ein zuverlässiger Kocher für unterwegs
VORTEILE
- Gute Heizleistung
- Flamme lässt sich gut regulieren
- Schnell aufgebaut
- Steht stabil
- Große Auflagefläche
- Piezo Zündung
NACHTEILE
- +Positiv Guter Preis
- + Positiv Großer Flammkopf
- Etwas schwer
BEWERTUNG
Ich bin immer froh wenn ich mir nach einem langen Trekking Tag am Abend eine gute Tasse Kaffee und eine warme Mahlzeit an meinem Lagerplatz zubereiten kann. Als ich vor einigen Jahren damit angefangen habe über Nacht draußen zu bleiben, wusste ich nicht, dass es verschiedene Arten von Gaskartuschen und Gaskochern gibt. Erst mit der Zeit als ich mich immer mehr mit dem Thema auseinandergesetzt hatte, lernte ich die Unterschiede kennen. Einmal die Kocher, die direkt auf die Gaskartusche aufgeschraubt werden und dann die, die mittels eines Gasschlauches mit der Gaskartusche verbunden werden.
Heute geht es hier um den Terra Hiker Camping Kocher. Dann lasst uns mal den Kocher näher betrachten.
Geliefert wird der Terra Hiker in einer roten Aufbewahrungsbox. Als ich diese Box zum ersten mal gesehen hatte, war ich ein wenig erschrocken, denn sie erschien mir doch recht wuchtig. Sie hat die Ausmaße von 11,5 x 8,5 x 7,0 cm. Ich merkte aber schnell, dass dies kein negativer Punkt war. Die Aufbewahrungsbox bekam ich immer gut in meinem Rucksack unter. Und im Gegensatz zu meinem vorhergehenden Kocher, der zwar nicht ganz so viel Platz benötigte dafür aber ungeschützt zwischen meinen Kochgeräten (Topf ,Pfannen) lag, schützte dies Box meinen Kocher und auch meinen Topf und Panne vor Kratzer und Beschädigungen. Also stellte sich diese Box zu einem nützlichen Zubehör heraus. In der Box befindet sich außer dem Kocher auch noch eine Bedienungsanleitung in fünf verschiedenen Sprachen.
Die Box selbst hat am Boden einen kleine Bohrung. Sollte also einmal eine Flüssigkeit in die Box Kommen, kann sie durch dieses Loch ablaufen und der Kocher trägt keinen Schaden davon.
Die ganze Box mit Kocher wiegt auf meiner Waage ca 296 g. (300 sind vom Hersteller angegeben)
Der Kocher alleine wiegt ca 236 g.
Um den Kocher so klein und raumsparend in die Box zu bringen, wurden die Topfhalterarme so gebaut, dass diese zusammengeklappt werden können. An jedem Topfhalterarm befindet sich noch ein Standfuß der ebenfalls ausgeklappt wird. Aufgebaut bietet der Kocher eine Auflagefläche von 15 cm im Durchmesser. Töpfe und Pfannen mit einem Bodendurchmesser von 20 sind kein Problem.
Damit der Kocher auch gut und sicher steht, sollte der Untergrund eben sein.
Aufgebaut befindet sich der Flammenkopf 7,5 cm über dem Boden. So wird der Schwerpunkt niedrig gehalten, was wieder für große Stabilität sorgt. Bei Kochern die direkt auf die Gaskartuschen geschraubt werden, liegt der Schwerpunkt viel höher und ich hatte immer Angst das mein Kaffewasser oder meine Pfanne umkippen. Die Topfhalterarme haben eine wellenförmige Oberfläche die das verrutschen der Pfannen und Töpfe etwas bremsen sollen.
Das Material aus dem der Kocher gefertigt ist besteht aus einer Aluminiumlegierung und Edelstahl .
Der Flammenkopf hat einen Durchmesser von 5 cm und ist mit 110 kleine Bohrungen (wenn ich mich nicht verzählt habe) versehen. Diese 110 kleine Bohrungen und der 5 cm große Flammenkopf sorgen dafür, das der Kocher eine Höchstleistung von 3500 Watt Heizleistung bringt. Laut Hersteller soll der Kocher in drei Minuten einen Liter Wasser zum Kochen bringen. Ich habe das nie gemessen. Und wenn ich ehrlich bin, ist es mir egal ob drei Minuten oder fünf Minuten. Gezündet wird der Kocher über die integrierte Piezo Zündung. Drückt man den Zündschalter, entsteht über einen kleinen Schlagbolzen ein Zündfunken der das ausströmende Gas am Flammenkopf entzündet.
.
Die Regulierung der Flamme:
Öffnet man das Regulierungsventil, strömt das Gas zum Flammenkopf wo es mit dem Piezo Zünder entzündet wird. (Sollte der Zünder einmal defekt sein, kannst du den Kocher auch ganz normal mit einem Feuerzeug oder Feuerstahl in Betrieb nehmen). Durch drehen am Regulierungsventil (mehr oder weniger Gas), wird die Leistung der Flamme gesteuert.
Der Gasschlauch:
Der ca 34 cm lange Gasschlauch wird durch ein Metallgeflecht außen vor Beschädigungen geschützt. An beiden Enden ist es beweglich, damit er nicht verdreht werden kann. Die Länge des Schlauches macht es möglich, dass man mit dem Aufstellort des Kochers ein wenig variabel ist. Dies hat den Vorteil, das man auch einmal einen Stein unter den Kocher legen kann. (z.B. als Brandschutz Vorsichtsmaßnahme).
Den Kocher das ganze Jahr über nutzen?
Wenn man den Kocher auch im Winter nutzt, sollte man von Sommergas auf Wintergas umstellen.
Das Gasgemisch in den Gaskartuschen besteht aus Propan- und Butangas. Im Sommergas ist der Anteils von Butan höher. Im Wintergas ist es genau umgekehrt. Wenn du Sommergas bei tiefen Temperaturen verwendest, passiert es dass das Gas erst gar nicht richtig aus der Kartusche fließt und der Kocher nicht auf Touren kommt. Natürlich kannst du auch im Sommer Wintergas nutzen, allerdings ist dies schon etwas teurer.
So nun zu meinem Fazit über den Terra Hiker Gaskocher:
Ich benutze ihn jetzt schon einige Jahre. Auch nach all dieser Zeit, die der Kocher bei mir im Einsatz ist, ist keines der Scharniere ausgeleiert. Er ist immer noch so stabil wie am ersten Tag. Auch die Piezo Zündung funktioniert noch einwandfrei, obwohl dieser nur in einer dünnen Blechhalterung sitzt und etwas wackelt. Ich kann diesen Kocher voll und ganz empfehlen.
{"preview_thumbnail":"/sites/default/files/styles/video_embed_wysiwyg_preview/public/video_thumbnails/VqUxygTpQiI.jpg?itok=DSh6urj7","video_url":"https://youtu.be/VqUxygTpQiI","settings":{"responsive":1,"width":"854","height":"480","autoplay":1},"settings_summary":["Eingebettetes Video (Responsiv, automatisch abspielen)."]}






