Ideal für Campingurlaube
VORTEILE
- Groß
- Er kann auch als Suppenteller verwendet werden
- Robust
- Leicht zu Reinigen
- Spülmaschinengeeignet
NACHTEILE
- Preis
- Optische Mängel
BEWERTUNG
Normalerweise esse ich bei meinen Touren draußen in der Natur auch den Töpfen und Pfannen, in denen ich meine Gerichte zubereite. Das hat den Vorteil, dass ich kein zusätzliches Gewicht mitschleppen muss. Nun habe ich einen großen blauen Emaileteller zum Testen von Outside Stories bekommen. Diesen Teller habe ich dann auch mitgenommen. Er hat einen Durchmesser von 26 cm und wiegt 265 g (selbst gewogen).
Das mit dem Gewicht ist so eine Sache, denn ich habe schon gelesen, dass er nur 240 g wiegt, andere schreiben etwas von 253 g und ich komme nun mit 265 g. Ich gehe davon aus, dass keine diese Waage geeicht ist und so kommen die Differenzen zustande. Ist das nun schwer? Ich find für diesen großen robusten Teller ist es durchaus ok.
Als ich den Teller das erste Mal in der Hand hielt, dachte ich nur, der ist mal richtig groß, da geht etwas drauf. Zuerst habe ich ein wenig gerätselt, ob es nicht ein tiefer Teller ist. Aber nein, es ist wirklich ein flacher Teller mit einem hohen Rand. Zur Not könnte man ihn auch für flüssige Nahrung nehmen, wie Suppen, denn er kann mit ca. 700 ml Flüssigkeit gefüllt werden und dann ist er noch nicht bis zum Rand voll. Also kann man ihn auch für verschiedene Arten von Speisen nutzen, was natürlich ein Vorteil ist.
Die Optik
Der Teller ist farblich blau gehalten und hat leichte weiße Flecken in dem Emaile. Auffallend ist, dass er vom Brennen her nicht ganz glatt ist und immer wieder kleine Knuppel in der Lackierung hat. Es scheint so, als ob die Oberfläche nicht sauber verarbeitet wäre. Optisch ist das nicht schön. Mich persönlich stört das aber nicht. Der Rand ist mit einen Edelstahlring eingefasst.
Was ist eigentlich Emaile? Das ist eine Glasur, die meistens aus Silikaten und Oxiden besteht. Jeder kennt ja die Keramiklasur und Email ist dasselbe, nur das Trägermaterial nicht aus Keramik besteht, sondern aus Metall. Diese Schutzschicht schützt das darunterliegende Metall vor Korrosion. Außerdem können sich auf der glatten Oberfläche nicht so schnell Bakterien festsetzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Teller Spülmaschinen geeignet ist. Er ist aber auch ohne Spülmaschine leicht zu Reinigen.
Ein Nachteil bei diesem Teller ist, dass er sehr gut die Hitze aufnimmt und man bei sehr heißen Sachen aufpassen muss, dass man sich nicht verbrennt. Da kommt mir gerade eine Idee. Da der Teller ja auch sehr hitzebeständig ist, frage ich mich ob er direkt auf den Gaskocher verwendet werden kann?. Das werde ich sofort mal testen und baue meinen Gaskocher auf. Es ist noch früh am Morgen und gefrühstückt haben meine Frau und ich noch nicht. Wie wäre es da mit einem Rührei am Morgen? Ja, ich weiß, für so etwas ist der Teller nicht gedacht, aber wenn es funktioniert, warum nicht. Auf Touren hätte man dann wieder ein Ausrüstungsgegenstand, der vielseitig einsetzbar wäre z.B. Teller und Pfanne zugleich.
Das Ergebnis:
Vorneweg, es funktioniert. Wenn es auch nicht ganz ideal ist, da die Hitzeverteilung sehr ungleichmäßig ist. Dort wo die Flamme ist, brennt es schnell an und der Rand bleibt eher kühl. Zu meiner Verwunderung kann ich ihn sogar mit der Hand festhalten, ohne mich zu verbrennen. Natürlich habe ich dann doch aus Sicherheitsgründen einen Handschuh angezogen. Als das Rührei fertig war, konnte ich den Teller aber ohne Probleme von der Flamme nehmen.
Mein Fazit zu dieser kleinen Aktion:
Zur Not könnte man gut in dem Teller etwas erwärmen. Fleisch würde ich vielleicht nicht unbedingt darin braten, aber das Rührei hat geschmeckt. Der Teller hat keinen Schaden genommen und auch das Angebrannte ging leicht wieder ab. Also ich würde sagen Pluspunkt, auch wenn der Teller wie gesagt NICHT dafür gedacht ist
Robustheit
Es wurden ja schon einige Bewertungen über emailliertes Geschirr geschrieben, und fast alle bemängelten dass das Geschirr nicht kratzfest sei. Das kann ich bis jetzt nicht bestätigen. Nicht weil ich es nicht im Einsatz hatte, sondern weil ich bis jetzt keine Kratzer gefunden habe und ich habe auch Wurst und Fleisch auf dem Teller geschnitten. Ein scharfes Messer, das mit viel Druck auf die Schutzschicht einwirkt, hinterlässt sicher Kratzer. Ich glaube aber, dass sich dies auch vermeiden lässt. Bei einer Teflon beschichtetet Pfanne soll man ja auch keine scharfen Küchenhelfer verwenden. Allerdings muss man auch fairerweiße sagen, wenn es dann doch zu erheblichen Kratzern kommt, muss man aufpassen, das man keine Emaile Splitter im Essen hat und durch die entstandenen Rillen auch die Hygiene leidet, da sich dort Bakterien festsetzen können. Ich finde aber das dieser Teller im Gegensatz zu Campingplastikgeschirr schon robuster und kratzfester sind.


Mein Fazit:
Ich habe diesen Teller nun seit einiger Zeit in Gebrauch und bin sehr zufrieden damit. Ich finde ihn für den Campingurlaub ideal und schön groß. Er ist robust und vielseitig einsetzbar. Seinen Einsatz wird er auch auf Wandertouren bekommen, ich denke das passt gut. Hätte er nicht diese optischen Mängel, würde ich ihm 5 Sterne geben, so sind es leider nur 4 Sterne.














