Tolle Verbindung zur Straße mit super Grip!
VORTEILE
- Tubeless-Ready
- Grip
- Leicht auf die Felge zu ziehen
- Gefühl von sicherer Verbindung zur Straße
- Design
- Performance
NACHTEILE
BEWERTUNG


Griasts eich!
Bei mir geht’s wieder weiter mit Rennradprodukten! Selber jetzt mehr auf der Rolle unterwegs als draußen, da es einfach zu kalt ist. Aber ich hatte noch die Gelegenheit den P Zero Race TLR von Pirelli zu testen. Pirelli ist bestimmt vielen von euch auch ein Begriff. Pirelli ist nämlich nicht nur im Radsport, sondern auch im Motorsport unterwegs und Alleinausrüster der Formel 1. Bei dem von mir getesteten Modell handelt es sich aber selbstverändlich um einen Rennradmantel, bzw. zwei an der Zahl, sonst würde das ja keinen Sinn machen :D.


Ich würde jetzt mal schnell mit der Größe starten und dann zu den Spezifika übergehen. Den P Zero Race gibt es in 6 Größen, die Größe gibt dabei an, wie breit der Reifen ist: 26, 28, 30, 32, 35 und 40 Millimeter. Dabei können nicht alle Größen für jedes Rennrad verwendet werden.
Zu beachten ist die Felge und auch der Rahmen bzw. die Gabel des Rennrads. Vor nur ein paar Jahren, war das Nonplusultra ein möglichst schmaler Mantel für wenig Gewicht und einen möglichst geringen Rollwiederstand. So führen Profis wie Jan Ullrich Pneus mit nur 23 Millimetern.
Das gibt es inzwischen, wie ihr sehen könnte, bei Pirelli für dieses Modell gar nicht mehr. Heute geht man wieder auf breitere Reifen. Bei den UCI World Teams wird hierbei fast durchgängig wieder auf 28 und 30 Millimeter gesetzt. Für noch geringeren Rollwiderstand und mehr Komfort, aber leichte Einbußen bei der Aerodynamik. Ich bin bis jetzt immer 30 Millimeter breite Mäntel gefahren und habe mich hier beim P Zero Race dann auch für 30 Millimeter entschieden.


Eine Besonderheit, die der Reifen hat, ist der TLR Zusatz. Ausgeschrieben reden wir hier von Tubeless Ready. Der Reifen kann also ohne Schlauch gefahren werden. Man benötigt lediglich ein Ventil, ein Felgenband und Dichtmilch, welche man eingießt.
Vorteil ist, dass mit deutlich weniger Bar gefahren werden kann, was den Grip auf der Straße und den Komfort erhöht. Ich fahre je nach Gegebenheiten zwischen 4 und 5 Bar. Das ist aber auch wieder abhängig von Reifen und von der Felge. Also bitte checken und darauf achten.
Weiterer Vorteil, dass sich kleine Löcher oder Einstiche im Mantel durch die Dichtmilch selbst flicken. Ich bin ein großer Fan von dieser Technologie und möchte sie nicht mehr missen. Den Pirelli P Zero Race habe ich aber nur mit Schlauch getestet und nicht Tubeless.

Der Reifen von Pirelli ist deren Topmodell und ausgelegt auf Performance, Speed und Grip. Und deswegen ist das auch der perfekte Reifen für mich fürs Rennradfahren. Wir wollen ja schnell und sicher unterwegs sein, egal ob bei einem Rennen oder nur auf der Trainingsausfahrt. Zwischendrin gewechselt wird der Mantel nun mal nicht.
Dabei gibt es zwei Technologien auf die Pirelli besonders aufmerksam macht. Einmal wie der Reifen aufgebaut ist und was für eine Mischung an Materialien verwendet wird. Starten wir mal mit der Mischung. Diese trägt den Namen SmartEvo Compound. Entstanden ist diese zusammen mit den World Tour Teams und den Erfahrungen im Motorsport. Dabei setzt sich die Mischung aus drei verschiedenen Polymeren zusammen, die jeweils auf Haftung, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit setzen. Das soll vor allem auch dazu führen, dass bei jeglicher Wetterbedingung und jeglichem Untergrund, der Grip stets vorhanden ist und der Rollwiderstand gering gehalten wird.
Kommen wir nun noch zum Aufbau, Pirelli nennt dies Speedcore. Die Konstruktion ermöglich es unter anderem den Reifen Tubeless zu fahren. Dabei bedeckt eine dünne luftdichte mit Aramid (besser bekannt als Kevlar) angereicherte Gummischicht das innere des Reifens. Das sorgt für eine höhere mechanische Beständigkeit, verbesserte Luftretention und größere Flexibilität des Reifens.
So weit so gut, das wars jetzt erstmal mit der Theorie, kommen wir zur Praxis. Natürlich müssen als erstes die Mäntel auf die Felgen gezogen werden. Also heißt es alte Mäntel runter, Dichtmilch rauswaschen und erstmal Felge und alte Mäntel ordentlich reinigen und trocknen.
Danach der Pirelli Reifen auf die Felge. Immer auf die Laufrichtung achten und den Mantel richtig rum aufziehen. Hier war ich doch erstaunt, wie easy der Mantel auf die Felge ging, ich brauchte nicht mal Reifenheber. Da bin ich echt was anderes von TLR Reifen gewohnt, da diese normalerweise nochmal etwas enger sitzen. Das war schonmal ein Pluspunkt. Sobald schonmal eine Seite des Mantels in der Felge ist, kommt der Schlauch rein. Leicht aufpumpen, dann verdreht er sich nicht. Und dann die zweite Seite einlegen und vollständig aufpumpen. Ihr hört schon, wenn der Mantel in die Felge springt. Dann nochmal überprüfen und schon sind wir abfahrbereit.





Vom Grip war ich schon begeistert, ohne dass ich losgefahren bin. Fasst man den Reifen an, kann man den Grip förmlich spüren, die Hand haftet richtig schön daran. Und das merkt man einfach auch auf der Straße. Der Mantel ist ja die einzige Verbindung zur Straße und die muss perfekt sein.
Ein ordentlicher Grip führt einfach auch dazu, dass man sich sicher auf dem Bike fühlt. Das gilt vor allem auch wenn es regnet oder feucht draußen ist. Aber auch hier punktet der P Zero. Immer ordentlich auf der Straße, nicht schwammig, kein Wegrutschen oder Ausbrechen.
Durch die leichten Rillen an der Seite des Mantels wird das Wasser weggetragen. Ansonsten ist es schwierig die Performance und die Geschwindigkeit zu beschreiben :D ich kann aber auf jeden Fall sagen, dass ich hier keinerlei Einbußen hatte oder das Gefühl hatte stärker in die Pedale treten zu müssen. Ich war vom Laufverhalten aber sehr überzeugt.

So möchte ich noch zum Schluss sagen, dass ich mich sehr darauf freue in die neue Saison dann auch mit dem neuen Mantel so richtig durchzustarten.
Pfiats eich!

