Leichter Stock, der auf jeder Oberfläche halt findet!
VORTEILE
- Speed Lock 2 - Stocklänge verstellen
- Aergon Griff
- Flex Tip Short - Spitze
- Gewicht 239g pro Stock
- Sinnvolle Längenverstellbarkeit
- Langgezogener Griff
NACHTEILE
- Vorteil: Gewicht
- Vorteil: Faltstock - Geringes Packmaß
- Vorteil: External Locking Device - Stockspannung lösen
- Vorteil: Schneller Auf- und Abbau
- Faltstock passt nicht in Rucksackhalterung für Stöcke
- Preis
BEWERTUNG

Griast eich!
Diesen Ausrüstungsgegenstand sieht man inzwischen immer mehr beim Wandern, Trekking und auch Trailrunning. Lange Zeit war er verpöhnt und nur etwas für „die ältere Generation“. Und so ging es auch mir persönlich. Ich habe mich immer davor gescheut mir welche zu kaufen. Fand sie eher unnötig und dachte sie behindern mich anstatt mich zu unterstützen. Doch dann sah ich eine Werbung im Outdoor-Magazin und wusste, die will ich haben. Es muss ja einen Vorteil haben, wenn viele Outdoor-Sportler diese benutzen. Die Rede ist von Wander- /Trekkingstöcken. Und zwar nicht von irgendeinem, sondern von einem der besten, die es gerade auf dem Markt gibt, den Leki Micro Vario Carbon Black Series! Diese Stöcke sind eine Sonderedition der Micro Vario Carbon und unterscheiden sich lediglich in einem Punkt, den ich später noch ansprechen werde.

Am Anfang war ich ja eher abgeneigt mit Stöcken zu gehen, seitdem ich dieses Paar habe sind sie immer mit dabei und oft im Einsatz. Ich bin einfach nur begeistert, wie diese Stöcke im Anstieg unterstützen und beim Abstieg entlasten. Man begleitet nur mit den Armen und Stöcken und es ist auch gar nicht anstrengend, aber diese kleine Unterstützung entlastet und man ist auch mit einem ordentlicheren Tempo unterwegs. Kleiner Zusatzpunkt ist auch, dass man fast den ganzen Körper beansprucht. Ich habe auch gerne mal bei langen Abstiegen Probleme mit den Knien, wem geht das nicht so? Diese werden durch das Bremsen einfach stark belastet. Auch hier schaffen die Micro Vario Carbon wieder Abhilfe. Dazu greift man die Trekkingstöcke oben am Kopf und benutzt sie wie einen Gehstock und stützt sich ab.

Um die geeignete Stocklänge zu finden kann man seine Körpergröße auf Leki.com eingeben und es wird eine Länge vorgegeben, die passen sollte. Faustregel ist aber auch, gerade hinstellen, Ober- und Unterarm im rechten Winkel und man hat die passende Länge. Das ist aber auch einfach Geschmackssache und muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er am besten damit gehen kann. Bei einem steilen Aufstieg kann man sie auch kürzer machen und beim Abstieg länger. Dies funktioniert ganz einfach mit dem Speed Lock 2 von Leki. Einfach den Hebel aufmachen und Stocklänge individuell einstellen und wieder schließen. Stock hält bombenfest und rutscht nicht in sich hinein auch bei starker Belastung, vorausgesetzt das Speed Lock 2 ist stark genug eingestellt, was über ein kleines Drehrad funktioniert.

Aber kommen wir mal zum generellen Aufbau:
Die Stöcke sind Faltstöcke, bestehen also aus drei Teilen die mit einer Schnur mit Ummantelung miteinander verbunden sind.

Zum Zusammenbauen werden einfach alle drei Teile ineinandergesteckt und das bewegliche Segment unter dem Speed Lock 2 wird herausgezogen um die Stöcke zu spannen. Vorteil ist, dass die Stöcke sofort einsatzbereit sind, wenn bereits die richtige Länge mithilfe des Speed Lock eingestellt wurde. Einfach nur noch zusammenstecken und spannen. Des Weiteren haben sie durch die drei Segmente ein extrem kleines Packmaß, nämlich nur 40 cm. Heißt die Stöcke stehen nicht lästig über oder unter dem Wanderrucksack heraus. Einziger Nachteil von den Faltstöcken ist, dass sie nicht in die Wanderstockhalterung von Wanderrucksäcken aufgenommen werden können, zumindest bei Deuter und Osprey nicht. Die Faltstöcke müssen in eine Getränketasche an der Seite, wenn man sie außerhalb des Rucksacks befestigen will. Mein Deuter hat nur eine Getränketasche, gut dass ich eine Trinkblase habe, sonst würden sich Wasserflasche und Stöcke den Platz streitig machen. Diese Erkenntnis bezieht sich jedoch auf alle Faltstöcke.
Der Abbau der Stöcke funktioniert genauso schnell wie der Aufbau. Man muss nur die Spannung lösen und die Segmente auseinandernehmen. Und jetzt sind wir auch bei dem grundlegenden Unterschied der Black Series zu den normalen Micro Vario Carbon. Bei den Micro Vario Carbon muss ein kleiner Stift hineingedrückt werden um die Spannung zu lösen. Meiner Meinung nach nicht so leicht mit Handschuhen, kalten Händen, etc. und man kann sich bestimmt auch mal einzwicken. Das ist bei den Black Series etwas besser gelöst, nämlich mit dem ELD (External Locking Device). Hier wird einfach per Knopfdruck die Stockspannung gelöst. Das seht ihr hier auf dem Bild.

Weiter geht es mit dem oberen Teil des Stockes, dem Griff:
Der Griff ist ein Aergon Thermo Griff mit einer Schlaufe (Lock Security Strap) und einer Griffverlängerung (Thermo Mid) zum einfachen Umgreifen. Der ganze Griff ist deswegen total flexibel einsetzbar, da man einfach nur umgreifen muss. Wird es sehr steil, verstellt man den Stock nicht, sondern greift ihn einfach tiefer.

Beim Abstieg greift man auf den Aergon Griff zurück und nimmt ihn wie einen Gehstock wie schon oben beschrieben.

Zur Sicherheit führt man die Hand von unten durch das Band bevor man den Griff greift. Man greift von unten durch, da wenn man die Stöcke loslassen sollte, sie einfach am Handgelenk baumeln und man zusätzlich Druck über das Band auf die Stöcke ausüben kann und den Griff nicht verkrampft festhalten muss. Zum Einstellen der Länge des Bandes einfach das oberste Band nach oben ziehen, dann öffnet sich der Verschluss.

Und zu guter Letzt noch die Spitze der Stöcke von der ich total überzeugt bin!
Leki nennt diese Flex Tip Short. Sie ist etwas flexibel und bricht nicht gleich, wenn sie wo eingeklemmt ist, deswegen „Flex“. Sie ist austauschbar, wobei die Qualität so gut ist und die Spitze nach bereits mehreren Touren noch gar keine Gebrauchsspuren aufweist. Und die Teller kann man auch ganz einfach austauschen, heißt wenn man zum Beispiel Schneeschuhwandern geht, einfach größere Teller drauf. Diese muss man jedoch erst noch kaufen, sind nicht mit dabei. Ich muss sagen die Spitze der Stöcke findet überall halt, auch auf Stellen, wo man es vielleicht nicht erwartet. Auf nassem Holz oder auf ganz glatten großen Steinen, der Stock sitzt bombenfest. Das hat mich echt verwundert. Man kann sich wirklich darauf verlassen, dass man nicht wegrutscht.

Kommen wir nun noch zu ein paar technischen Details:


Die Stöcke haben eine kleine rote Tasche als Verpackung, diese wiegt 25 Gramm. Kann man aber auch daheimlassen.

Dann gibt es für jede Spitze noch eine Schutzkappe.

Die Stöcke selber wiegen pro Stück 239 Gramm. Ich habe für beide 488 Gramm gemessen, also 10 Gramm mehr. Dies ist aber den Schutzkappen zu verschulden die noch angebracht sind. Also Gewicht vom Hersteller stimmt. Der Grund wieso sie so leicht sind ist, dass sie komplett aus Carbon bestehen.

Einstellbar sind sie von 110cm bis 130cm und deswegen auch Unisex.

Preislich liegen sie bei 179€ UVP habe sie aber auch schon für 160€ gesehen.
Ich kann euch „leider“ bei diesen Wanderstöcken keinen Nachteil nennen. Ich kann sie euch nur wärmstens empfehlen.
Pfiats eich!























































