Leichte Aluminium-Teleskopstöcke mit sehr gutem Preis.
VORTEILE
- Sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis
- Einfache Bedienung
- Langer Schaumstoffgriff - Möglichkeiten zum Umgreifen
- Verschiedene mitgelieferte Teller
- Leicht und kleines Packmaß
- Einfache Bedienung
NACHTEILE
BEWERTUNG
Der letzte Schnee schmilzt bald und damit startet Richtung Sommer auch die Wander- und Trekkingsaison. Ein neues Modell an Stöcken bietet die Firma C.A.M.P. mit dem „Laser ADJ W“, also dem Damenmodell des „Laser ADJ“. Ich durfte die Stöcke in den letzten Wochen auf unterschiedlichen Touren testen und berichte euch hier über meine Erfahrungen.
Die Stöcke gibt es, wie gesagt, als Herren- und Damenmodell, wobei sie sich lediglich farblich sowie in der Größe unterscheiden. Das Damenmodell reicht bis 125 Zentimeter, das Herrenmodell bis 135 Zentimeter. Somit betrifft dieser Testbericht beide Modelle gleichermaßen. Die „C.A.M.P. Laser“ sind Trekkingstöcke, die sehr schlicht gehalten wurden und trotzdem mit einer durchdachten Konstruktion überzeugen. C.A.M.P. setzt hier auf ein reduziertes Konzept ohne unnötige Spielereien, kombiniert dieses aber mit praktischen Details, die am Berg tatsächlich einen Unterschied machen.


Steckbrief
- Modell: CAMP Laser ADJ W
- Einsatzbereich: Wandern, Trekking, alpine Touren
- Material: Aluminium
- Verstellbereich: 105–125 cm (Damenmodell)
- Packmaß: 41 cm
- Gewicht: ca. 400 g pro Paar
- Besonderheiten: faltbar, verschiedene Telleroptionen, langer EVA-Schaumstoffgriff, Rotating-Lock-System
- Erhältlich als Damen- und Herrenmodell
- Preis: erhältlich ab 80 Euro
Konstruktion und Material
Schon beim ersten Auspacken machen die Laser einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Design wirkt modern und sportlich, gleichzeitig aber angenehm schlicht. Die dreiteilige Aluminiumkonstruktion vermittelt ein stabiles Gefühl, ohne klobig zu wirken. Aluminium bringt dabei für mich einen guten Mittelweg aus Robustheit und Gewicht mit sich.
Die Stöcke wirken dadurch alltagstauglich und ausreichend stabil, auch wenn es einmal etwas ruppiger wird. Die Spitze besteht aus Carbid-Hartmetall und ist dadurch nochmals robuster. Gewichtstechnisch ist der faltbare Aluminiumstock von C.A.M.P. meiner Erfahrung nach im mittleren Bereich angesiedelt, wirkt dafür aber deutlich robuster als vergleichbare, leichtere Modelle, die oft aus Carbon bestehen.
Das Gewicht liegt bei rund 400 Gramm pro Paar, der Durchmesser des mittleren Segments beträgt 15,8 mm. Das Innengehäuse des unteren Schafts besteht aus Polyamid, wodurch der Stock flexibler und strapazierfähiger sein soll.

Mechanismus
Der faltbare Aluminiumstock ist mit einem 1,5 mm starken, polyamidummantelten Stahlkabel verbunden. Zusammengefaltet erreicht der Stock ein Packmaß von nur 41 cm und lässt sich in zwei Teile falten. Gleichzeitig kann er rasch von 105 bis 125 cm verstellt werden, mithilfe eines Clips mit Kunststoffhebel und Aluminiummanschette. Für das Festziehen der Sperrschraube wird kein Werkzeug benötigt, sondern dies funktioniert einfach durch das Drehen der Schraube. Die konischen Segmentverbindungen sorgen dabei für eine einfache und schnelle Montage. Kleine Druckknöpfe erleichtern zusätzlich das Lösen und Falten der Stöcke. Auch das minimalistische Verpackungsdesign passt gut zum reduzierten Gesamtkonzept. Ein Detail, das mir im Alltag besonders gefallen hat: Die eingestellte Länge bleibt erhalten, auch wenn man die Stöcke zusammenschiebt oder außen am Rucksack befestigt. Dadurch spart man sich das ständige Neueinstellen und kann die Stöcke bei Bedarf sofort wieder verwenden. Dann sind sie zwar etwas länger verstaut, das stört aber kaum.




Tellervariationen
Besonders praktisch finde ich, dass die Winterteller zusätzlich zu den Sommertellern montiert werden können. So braucht man weniger Zeit beim Wechseln und die Stöcke wiegen nur unwesentlich mehr. Dadurch muss man auch nicht ständig suchen, wo man die kleineren Teller verlegt hat, und wechselt sie automatisch auch öfter.
So lassen sich die Stöcke sehr flexibel einsetzen, egal ob auf Wanderwegen im Sommer oder bei winterlichen Bedingungen. Genau solche Kleinigkeiten machen die Stöcke vielseitiger, ohne das Konzept unnötig kompliziert zu machen. Serienmäßig werden die Stöcke mit sogenannten Darttellern sowie Schutzkappen geliefert.
Die Dartteller sind vor allem aufgrund ihrer platzsparenden Form sehr praktisch und bleiben deutlich seltener hängen. Im weichen Schnee hingegen versinken sie allerdings schneller. Mit den „Laser ADJ W“ von C.A.M.P. und den drei verschiedenen mitgelieferten Telleroptionen ist man für nahezu jede Situation bestens ausgestattet.







Handling
Die Verstellung des Stocks funktioniert angenehm einfach und intuitiv. C.A.M.P. setzt hier auf das sogenannte „Rotating Lock“-System, bei dem die Segmente durch Anziehen und kurzes Drehen fixiert werden. Das sorgt für eine sehr cleane Konstruktion ohne außen liegende Verschlüsse und funktioniert im Einsatz unkompliziert.


Griff und Ergonomie
Ein echtes Highlight ist der lange EVA-Schaumstoffgriff. Gerade im steilen Gelände kann man dadurch schnell bergseitig tiefer greifen, ohne ständig die Länge der Stöcke anpassen zu müssen. Das funktioniert sehr angenehm und macht die Handhabung unterwegs deutlich flüssiger.


Auch die Schlaufen gefallen mir sehr gut. Normalerweise verwende ich Schlaufen eher selten und schneide sie bei vielen Stöcken sogar ab, weil sie oft zu breit oder störend sind. C.A.M.P. setzt hier jedoch auf sehr dünne und minimalistische Schlaufen, die kaum im Weg sind. Genau deshalb habe ich sie tatsächlich öfter verwendet als sonst. Zudem lassen sich die Schlaufen einfach verstellen. Die gesamte Ergonomie wirkt dadurch sehr aufgeräumt und funktional, nichts stört, nichts wirkt überladen.


Einsatzbereich
Die „C.A.M.P. Laser“ fühlen sich vor allem auf klassischen Bergtouren, Wanderungen und schnellen alpinen Unternehmungen zu Hause. Durch das kompakte Packmaß lassen sie sich problemlos am oder im Rucksack verstauen und fallen dort kaum auf. Besonders gelungen finde ich die Balance zwischen einfacher Konstruktion und sinnvoller Funktionalität. Die Stöcke konzentrieren sich auf das Wesentliche, bieten aber trotzdem genau die Features, die man im realen Einsatz tatsächlich braucht.


Verarbeitung
Die Verarbeitung ist insgesamt sehr sauber. Die einzelnen Segmente sitzen ordentlich ineinander, das Verstellsystem arbeitet zuverlässig und auch nach mehreren Touren zeigen die Stöcke bislang kaum Gebrauchsspuren außer wenige Kratzer. Positiv fällt außerdem auf, dass die „Laser -Stöcke“ trotz ihrer minimalistischen Bauweise keineswegs empfindlich wirken. Genau dieser Mix aus schlichter Konstruktion, praktischen Details und solider Verarbeitung macht die Stöcke für mich besonders interessant.
Fazit
Bei den „Laser ADJ W“ handelt es sich um sehr gelungene Trekkingstöcke mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche, verzichten auf unnötige Features und überzeugen genau dadurch im praktischen Einsatz. Besonders gefallen haben mir der lange Schaumstoffgriff, die angenehm unauffälligen Schlaufen sowie die einfache Verstellung.
Dazu kommen die verschiedenen Teller und die praktische Lösung, dass die eingestellte Länge auch beim Verstauen erhalten bleibt. Wer einen schlichten, funktionalen und vielseitigen Trekkingstock sucht, bekommt mit den „C.A.M.P. Laser ADJ“ einen sehr gelungenen Begleiter für unterschiedlichste Touren am Berg.
