Organizer im Koffer
VORTEILE
- Leicht
- Antimikrobiell
- Übersichtlich
- Leicht einsehbar
NACHTEILE
- Nicht komprimierbar
- Reißverschluss asymetrisch
BEWERTUNG
Eagle creek pack it.
Hier geht es um einen spannenden Test von drei Packtaschen. Die Firma Eagle Creek stellt schon seit 1975 Reiseequipment her. Das Cube-Set kommt in den Größen XS/S/M.
Mir geht es beim Reisen mit meinem Mountainbike vor allem darum, dass Schmutzwäsche von sauberer getrennt bleibt. Im Koffer macht sich das vor allem bemerkbar, wenn nach einem matschigen Regentag die Kleidung schlimm verdreckt ist.
Ich hatte das Packtaschensystem im Urlaub in Italien dabei und hatte die Gelegenheit alles ausgiebig zu testen. Mein Reisekoffer ist ein Hartschalenkoffer von einer bekannten Marke. Darin wird neben meiner Freizeitkleidung auch meine Ausrüstung für das Radfahren verstaut.
Viele Dinge, die beim Radfahren gebraucht werden, haben Verschlüsse aus Klett. Aus meiner Erfahrung heraus lässt sich sagen, dass sich Handschuhe oder Knieschoner immer gerne in der normalen Wäsche verhaken, weil die Klettverschlüsse Kontakt mit Kleidung bekommen.

Dieser Test soll vor allem zeigen, ob meine normale Freizeitkleidung vor meiner Mountainbikeausrüstung ausreichend geschützt und geordnet werden kann. Mein Ziel ist es dabei Ordnung zu behalten und wenig Gewicht zusätzlich im Koffer zu schaffen.
Unboxing und erster Eindruck:
Die Taschen kommen in einem Paket bei mir an und sind an der Oberseite miteinander an einem Karton befestigt. Jede Tasche ist aus einem robusten Ripstop-Stoff hergestellt und alle Taschen haben ein durchsichtiges Meshmaterial (Gitternetzstoff). Das Material und die Beschichtung sind aus einem ultraleichter Poly-Stoff gefertigt, der sowohl wasserabweisend als auch antimikrobiell beschichtet ist (PROTX2) zur Geruchsreduktion.
Außerdem fällt auf, dass alle Reißverschlüsse beidseitig zu öffnen sind. Sie verlaufen nicht nur an der Oberseite, sondern ein von oben nach unten schräg verlaufender Öffnungsmechanismus. Laut der Firma solle dies ein Stapeln als auch Rollen ermöglichen.
Dieser Praxistest soll die Taschen auf Herz und Nieren prüfen. Außerdem wird interessant werden, wie das Material verarbeitet ist und ob ich die Servicegarantie „No Matter What“ von Eagle Creek ziehen muss. Diese verspricht nämlich eine Garantie auf Funktion, Reißverschlüsse und Stoff, etc.).

Abmessungen:
Die größte Tasche in Größe M wird mit 25,5 x 36 x 8 Zentimeter angegeben und hat ein Volumen von 13 Litern. Die Mittlere in S (7l) misst 18x 25,5 x 8 Zentimeter. Die kleinste Tasche wird in einer Größe von XS mit 2 Litern angegeben und misst 11 x 19 x 6 Zentimeter. Laut der Angaben von der Firma haben die Taschen ein Gewicht von 82 Gramm.

Aus der Praxis
Bemerkenswert ist das Gesamtgewicht der drei Cubes von nachgemessenen 219 Gramm. Sie verursachen im Gepäck kaum zusätzliches Gewicht und fallen daher kaum auf. Ich habe verschieden große Kleidungsstücke verstaut und festgestellt, dass für mich das Aufrollen die best möglichste Möglichkeit darstellt die Stücke zu verstauen. Die kleine Größe in S war praktisch für Socken oder meine Handschuhe, aber auch für schmutzige Unterwäsche als Zwischenlösung.
Die Cubes sollen auch mit einer speziellen Beschichtung (PROTX2) ausgestattet sein. Für mich hat sich der Sinn der Mashstoffes nicht ganz ergründet, da der Geruch meiner Wäsche, oder Socken trotzdem durchkommt. Die Feuchtigkeit geht also trotzdem durch und macht andere Kleidungsstücke nass.
Das Material selbst bleibt trocken, sofern es andere Cubes berührt. Das bedarf also ein gutes Packmanagement und darf im Koffer nicht verrutschen. Ein Vorteil wiederum ist, dass man schnell sieht, was sich im Inneren befindet. So musste ich nicht lange suchen.
Bemerkbar wird beim Entnehmen einzelner Wäschestücke, dass die Stabilität natürlich auch durch den Inhalt aufrechterhalten wird. Beim Herausnehmen kann so ein Cube schneller zusammenfallen. Anzumerken ist dabei, dass es keine Kompressions -Packwürfel sind (keine Kompressionsfunktion). Im Vergleich kann ich die Luft aus anderen Modellen herausnehmen und die Cubes so stabiler im Koffer platzieren.

Natürlich ist die Literangabe die limitierende Größe und in dieser Größenordnung (XS/S/M) nicht für Pullover, Jacken oder Ski-Hosen verwendbar. Die kleine Größe in XS ist bei mir mit zwei Paar Handschuhen schon voll. Für Kleidungsstücke ist sie mir zu klein, ich nutze sie eher als Organizer.

Für mich persönlich war der abfallende Reißverschluss eher hinderlich, da er die Kleidungsstücke nicht wie in einer Box an der Position hielt. Vor allem Hosen und Shirts rollen sich wieder auf, besonders bei maximaler Kapazitätsauslastung, und die Kompressionseffekte sind bei stark voluminösen Kleidungsstücken eher begrenzt, insbesondere wenn man nicht optimal packt.

FAZIT
Für mich wäre eine gute Durchmischung verschiedener Größen bei diesem System sinnvoll. Eine Variante die komprimierbar wäre für voluminöse Kleidungsstücke mit zwei oder drei Cubes und weitere die mit Mashgewebe sind in verschiedenen Größen.
Je nach Anzahl hat man so eine Übersichtlichkeit geschaffen, die alle Größen und Nutzbarkeiten abdeckt. Das Gewicht ist sowieso unschlagbar, sodass je nach Anzahl kein übermäßiges Gewicht dazu kommt.






