Im Langtest nicht gänzlich überzeugende Trailrunning-Socke
VORTEILE
- geruchshemmende Zusammensetzung durch Polygiene
- guter Sitz
- geringe Abnutzungserscheinungen
- nahtlose Konstruktion
- reflektierende Elemente
- rutschfeste Konstruktion durch Griptape
NACHTEILE
- R und L nur innen eingenäht
- Naht löst sich
BEWERTUNG
Sidas Ultra Trail Running Socken
Einsatzgebiet: Wie der Name schon sagt, sind die Socken vorzugsweise für Ultra Trails konzipiert worden. Was macht aber einen Socken so speziell für einen Ultra Trail. Zunächst sollte der Socken der Ermüdung des Fußes entgegenwirken und durch Kompression die Durchblutung fördern. Des Weiteren muss der Socken robust genug, so dass man sich auf das Material des Sockens verlassen kann, ohne dass man Gefahr läuft Abschürfungen zu erhalten oder aber Blasen zu laufen.
Vorkommen: Den Socken gibt es in zwei unterschiedlichen Farben:


In den Größen 35-40.
Material:
- 60% Polyamid
- 24% Polyamid-Multifilament
- 9% Elastan
- 6% Silikon
- 1% Reflektierendes Garn
Reinigung: Die Socken können bei 30 Grad problemlos ohne Weichspüler gewaschen werden. Man sollte sie nur einmal vorher auf links drehen.
Da schon viele Informationen des Herstellers beim bereits schon geposteten Sockentest eines anderen Produktscouts übernommen worden sind, verzichte ich auch diese Beschreibung und gehe direkt in den

Praxistest:
Die Socke wurde von mir insbesondere während eines 10 tägigen Wanderurlaubs in Albanien auf Herz und Nieren geprüft.

Das Beste direkt vorne weg: auch ohne, dass es mir möglich war, die Socken täglich zu waschen, führte mehrfaches Tragen ( und das bei durchaus heißen Temperaturen bis an die 32 Grad) nicht dazu, dass die Socken anfingen zu stinken. Dies liegt an der Verarbeitung von Polygiene, welche stark geruchshemmend wirken. Bereits bei Outdoor-TShirts habe ich bislang mit diesem Konzept gute Erfahrungen gemacht. Ebenfalls nun bei den Sidas-Socken.

Obwohl ich auch noch neue Schuhe in diesen Tagen einlief, hatte ich mit den Socken hinsichtlich Abschürfungen, Scheuerstellen oder Blasen keinerlei Probleme. Dafür sorgt das recht enge Material. Obwohl ich eigentlich Grüße 45 trage, hatte ich bei diesen Socken die Größe 47 bis 49. Ich würde zwar dennoch zu den kleinerem Modell tendieren, dennoch war es mit der Größe in Ordnung. Einzig an der Ferse saß die Socke nicht gänzlich perfekt. Umso erstaunlicher, dass dies keine größeren Schwierigkeiten hinsichtlich des Tragekomforts bereitete, was für die Socken spricht.

Für den sehr guten Sitz sorgen unter anderem 2 rutschfeste Grip-Streifen, die den Socken fest in seiner Form am Fuß halten, so dass nichts mehr verrutschen kann.

An der Haut selbst merkt man aber positiver Weise nichts von diesen Gripstreifen.

Dass die Füße sich nach langer Laufzeit und auch im Laufe des Tages weiten, trägt der Sidas Socken dadurch Sorge, indem die Zehenbox ein wenig breiter ist, so dass der Fuß sich hier ausdehnen kann.

Die bereits oben angesprochene größte Schwierigkeit bei längeren Läufen ist natürlich die Ermüdung der Fußmuskulatur. Hier hat der Sidas Socken die Ultra-Fit-Technologie eingesetzt, bei der es darum geht, dass der Socken wie ein Exoskelett, quasi wie eine äußere Stützstruktur, umschlossen wird. Dabei helfen zusätzlich noch ein Mittelfuß- und Fersenriemen.
Ob mein Fuß jetzt dadurch weniger ermüdet? Ich kann es wirklich nicht sagen. Es ist natürlich immer nett, damit zu werben, aber bei uns "normalen" Freizeitsportlern finde ich es vermessen, beurteilen zu können, ob punktuell meine Fußmuskulatur weniger schnell ermüdet. Dafür müsste ich gerade mehrere Ultra Trails mit verschiedenen Socken laufen ( d.h. immerhin über 40 km abseits des Asphalts), was momentan weniger körperlich noch zeitlich drin ist ....Eigentlich schade...

Zudem empfand ich es als sehr angenehm, dass die Socken am Knöchel weder zu hoch noch zu tief sind. Man erhält zwar einen guten Knöchelschutz, aber die Socken ziehen sich nicht ewig lang an der Wade nach oben.
Das Einzige, was mir in der Funktion der Socken fehlt und ich bei anderen Socken mittlerweile sehr schätze, ist die Kompressionsfunktion. Hierauf wurde leider bei den Sidas Ultra Trail verzichtet.

Ebenfalls war ein kleines Manko für mich, dass nicht außen am Socken R und L aufgestickt ist. Stattdessen muss man immer in das Innere des Bunds schauen, auf welcher Seite welcher Socken zu tragen ist.


Das größte Manko jedoch zeigt sich nun nach Ablauf des Tests, dass sich bereits eine Naht an der Ferse des einen Sockens löst. Dadurch wird der eigentlich sehr positive Eindruck des Sockens leider getrübt, so dass ich hoffe, dass dies nur einen Einzelfall darstellt, denn ansonsten kann ich die Socken dann leider nicht mehr empfehlen. Ein Socken für Ultra->Trails sollte dementsprechend auch robust genug sein, solche Anforderungen aushalten zu können.

Fazit: Die Polygiene-Funktion überzeugt vollkommen, ebenso wie das Handling und der Tragekomfort. Ein Socken, der einen zuverlässig auf langen Touren begleiten kann. Aufgrund der reflektierenden Elemente sogar im Dunkeln. Auch den Preis von ca. 20 Euro finde ich für einen solch hochwertigen Socken als angemessen.



























