Regenjacke von Rab: leicht, robust und funktional
VORTEILE
- leicht
- robustes, relativ festes Material
- Packsack in Kapuze integriert
- Kapuze reicht über ein Kap
- sehr guter Regenschutz im Kopfbereich
- PFAS frei
NACHTEILE
- relativ teuer
- Material fühlt sich auf nackter Haut kalt an
BEWERTUNG
Ich habe die Rab Phantom Mountain Jacke für Damen zum testen erhalten.
Die britische Outdoor-Marke Rab steht seit den 1980er-Jahren für funktionelle Bergsportbekleidung. Gegründet wurde das Unternehmen von dem Kletterer Rab Carrington mit dem Anspruch, möglichst leichtes, technisch durchdachtes Equipment für anspruchsvolle Bedingungen zu produzieren. Rab setzt inzwischen verstärkt auf nachhaltigere Materialien, recycelte Stoffe und Langlebigkeit. Besonders wird darauf hingewiesen, dass das Material Fluorcarbon(PFAS)-frei ist. Die Gewebe enthalten keinerlei Fluorcarbone (PFAS), weder im Obermaterial noch in der Membran oder im Futter.


Angaben des Herstellers:
Fit: Normal
Gewicht: 201g (Größe 10)
Wassersäule: 20.000mm
Atmungsaktivität: (MVTR)20,000g/m²/24 Std.
Material: 30D 2,5-lagigen Pertex® Shield Diamond Fuse
Die Jacke besteht aus einem 2,5-lagigen Pertex® Shield Diamond Fuse Material, das laut Hersteller eine gelungene Balance aus Robustheit, Wasserdichtigkeit und geringem Gewicht bieten soll.
Quelle: https://rab.equipment/eu-de/


Material:
Erstaunt hat mich eine gelungene Kombination aus niedrigem Gewicht und überraschend robustem Material. Die Jacke ist leicht, lässt sich klein zusammenpacken und fühlt sich trotzdem wie eine stabile Hardshell-Jacke an. Alle Nähte sind doppelt vernäht und abgeklebt.
Das Innenmaterial fühlt sich auf nackter Haut etwas kühl an – besonders beim Tragen mit T-Shirt hat mir das nicht so gut gefallen.
Die Jacke hat keinen Eigengeruch, was ich sehr angenehm finde. Waschbar bei 30 Grad,


Passform und Features:
Ich trage Größe 38, bei 1,72 cm Körpergröße, und habe die Jacke in UK Gr. 12 erhalten. Sie passt mir perfekt und lässt genügend Platz, um noch ein leichtes Fleece darunter zu ziehen.
Besonders positiv fällt die hochgeschlossene Kapuze mit ihrem großen, stabilen Schirm auf. Sie sitzt auch über einem Cap sehr gut und schützt Gesicht und Stirn zuverlässig vor Regen und Fahrtwind – ein klarer Vorteil beim Wandern und besonders beim Radfahren. Die Kapuze kann durch einen mittigen Tunnelzug verstellt werden.
Auch die Ärmel sind für mich perfekt: Sie fallen angenehm lang aus, sodass die Hände bei Bedarf komplett in den Ärmeln verschwinden können. Gerade auf dem Fahrrad bietet das zusätzlichen Wetterschutz für Hände und Handgelenke. Unterstützt wird das durch das verlängerte Rückenteil, das den unteren Rücken auch in vorgebeugter Sitzposition sehr gut abdeckt. Bei viel Wind kann man das Rückenteil mit einem Tunnelzug eng an den Körper ziehen.
Sehr durchdacht sind außerdem die hoch angesetzten Seitentaschen. Durch ihre Position schlagen auch schwerere Gegenstände nicht unangenehm gegen die Hüfte. Gleichzeitig bieten sie erstaunlich viel Stauraum – selbst eine 500-ml-Flasche passt hinein.
Ein weiteres Detail ist die in die Kapuze integrierte Packtasche. Dadurch lässt sich die Jacke schnell und kompakt verstauen, ohne dass ein separater Packsack verloren gehen kann.










Regendichtigkeit:
Die Regendichtigkeit hinterließ im Test einen guten Eindruck. Auch die Atmungsaktivität funktionierte, ich hatte sie allerdings nur beim Wandern und Radfahren ohne hohe sportliche Belastung getragen. Mangels entsprechender Wetterlage fand kein Einsatz im Starkregen statt, daher kann ich die Dichtigkeit bei diesen Bedingungen leider nicht beurteilen.
Fazit:
Unterm Strich ist die Rab Phantom Mountain Jacket für Damen eine sehr gut durchdachte Regenjacke für alle, die eine möglichst leichte, wetterfeste und gleichzeitig praxisorientierte Hardshell suchen. Besonders Radfahrer profitieren von den langen Ärmeln, dem verlängerten Rücken und der sehr funktionellen Kapuze. Größter Nachteil ist aus meiner Sicht der Preis von fast 200 €.
Ich bin gespannt auf einen Langzeittest, wenn die Jacke nach mehrfachen Wäschen keine Leistungseinbußen hat, wäre sie ihren Preis wert.