Sehr gute, leichte, selbsttönende Sportbrille zum Sparpreis.
VORTEILE
- Coole Optik und sehr leicht
- Gute Selbsttönung und sehr gute Belüftung
- Gute Aufbewahrungsbox und Säckchen im Lieferumfang
- Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
- Verzerrungsfrei bis zu den äußersten Rändern
NACHTEILE
BEWERTUNG

- Testzeitraum: ca. 3 Wochen
- Hersteller: CIMALP
- Modell: Matteo Eydallin LTD Photochrom
(Teil der nachhaltigen Kollektion „PINK MATTEO“, inspiriert von Matteo Eydallins Weltmeistertitel 2021) - Kategorie: Sportbrillen, Sonnenbrillen, Laufbrillen, Radbrillen, selbsttönende Brillen
- Merkmale: Photochrome Scheibe (selbsttönend), verstellbare Bügel und Nasenpolster, Belüftung mit 6 Öffnungen, inkl. Hardcase und Softcover
- Schutzstufen: Kategorie 1–3, verkehrstauglich
- Passform/Größe: Unisex/Einheitsgröße
- Farben: grün, weiß
- Abmessungen: Brillenbreite 142 mm; Bügellänge 130 mm
- Material: Fassung aus GRILAMID TR90 – leicht, flexibel, witterungsbeständig
- Glas: bruchfestes Polycarbonat der Kategorie 3 mit 92–95 % Lichtfilterung und UV400-Schutz
- Zertifizierung: ISO 12312‑1‑A‑2015
- Gewicht: ca. 26 g
- Preis: ca. 95 €
Optik und Haptik
Wie immer zuerst einmal die kleine Anmerkung: Geschmack oder Gefallen liegt natürlich im Auge des Betrachters :-). Deshalb sind die folgenden Zeilen dieses Abschnitts auch lediglich meine subjektive Meinung.
Während man bei den meisten Produkten noch sagen könnte: „Hauptsache, die Funktion stimmt“, ist es bei Brillen, die prominent mitten im Gesicht platziert sind, leider kaum möglich, die Optik außen vorzulassen.
Zusätzlich gibt es hier auch noch das Problem, dass z.B. Schuhe optisch nicht unbedingt mit der Form von Fuß, Knöchel oder Wade harmonieren müssen, Brillen aber schon.
Schon beim Auspacken fällt auf: Cimalp hat hier kein 08/15-Produkt abgeliefert. Die Farbkombination aus Weiß und einem frischen Grün wirkt sportlich-modern und hebt sich wohltuend vom Einheitsbrei ab. Das Design ist eine gelungene Mischung aus der angesagten Shield-Optik und funktionaler Aerodynamik.
Ich sage immer: „Ich habe kein Brillengesicht.“ Irgendwie passte bisher noch nie eine Brille so richtig zu meinem Gesicht, zumindest aus meiner Sicht. Oft ist es auch so, dass ich die Brille und die Sicht aus der Ego-Perspektive super finde, bis ich in den Spiegel schaue :-).
Was mich jedoch bei der Cimalp-Brille sofort begeistert hat, ist die ästhetische Wirkung im Gesicht. Sportbrillen wirken oft klobig oder deplatziert – die Vision One hingegen integriert sich harmonisch in mein Gesicht und passt irgendwie zu meiner Gesichtsform. Es ist tatsächlich das erste Mal, dass ich bei einer Sportbrille sage: „Die steht mir wirklich gut.“ Ein Faktor, der bei aller Technik nicht zu unterschätzen ist.
Geliefert wird die Brille inklusive einer stylischen Hardcover-Box und einem Softcover-Täschchen. Die Verarbeitung macht einen einwandfreien Eindruck, trotz des extrem geringen Gewichts wirkt die Brille nicht zerbrechlich und die Materialien wirken allesamt recht hochwertig. Natürlich sind knapp unter 100 € auch nicht supergünstig, aber nach dem ersten Hands-on hätte ich die Brille teurer eingeschätzt, vor allem da viele Konkurrenzprodukte namhafter Hersteller auch das Doppelte kosten.


Photochrome Gläser
SPIELEREI ODER SUPERPOWER?
Die SPECTRA-Scheibe
Das Herzstück der Cimalp Vision One ist zweifelsohne die photochrome SPECTRA-Scheibe. Diese selbsttönende Technologie deckt die Kategorien 1 bis 3 ab, was sie zu einem echten Allrounder für wechselnde Lichtverhältnisse macht.
Ein kritischer Punkt bei photochromen Brillen ist oft die Farbwiedergabe. Viele Scheiben neigen zu einem unnatürlichen Grau- oder Blaustich, sobald sie abdunkeln. Hier liefert Cimalp jedoch erstklassig ab: Die Farben wirken extrem echt und unverfälscht. Die Kontraste werden sauber herausgearbeitet, ohne die Welt künstlich einzufärben.
Ein weiterer Punkt, bei dem es riesige Unterschiede gibt, ist die Reaktionszeit, also die Zeit, die Gläser benötigen, um abzudunkeln und aufzuhellen. Früher dachte ich, es dauert bei jeder Brille gleich lang, ungefähr so wie ein Sonnenaufgang und Sonnenuntergang halt so lange dauern wie sie dauern, und daran kann man nicht ändern, aber tatsächlich ist es deutlich anders.
Manche Brillen sind schneller als andere, manche dunkeln besonders schnell ab, andere hellen besonders schnell auf und einige funktionieren nicht im Auto oder im Zug, da sie nur auf UV Strahlen reagieren und diese bereits von der Scheibe gefiltert werden.
Was alle selbsttönenden Brillen gemeinsam haben: Bei Kälte dauert der Vorgang länger, da die Moleküle im Material langsamer sind, und Abdunkeln geht deutlich schneller als Aufhellen.
Außerdem dachte ich früher nicht nur, es dauert immer gleich lange, sondern ich dachte auch, es geht viel schneller, also sekundenschnell. In der Realität ist es aber so, dass alle Gläser ca. 20–60 Sekunden zum Abdunkeln und bis zu 5 Minuten zum kompletten Aufhellen benötigen.
Obwohl also eigentlich alle photochromen Gläser das gleiche physikalische Prinzip nutzen, gibt es riesige Unterschiede.
Auf plötzliche Änderungen reagieren photochrome Gläser überhaupt nicht, auch wenn die Werbung das oft suggeriert.

Belüftung
Ein Punkt, der oft erst dann unterschätzt wird, wenn man keuchend am Gipfel steht oder bei einer roten Ampel zum Stehen kommt: das Beschlagen der Gläser. Nichts ist nerviger, als wenn die Sicht im entscheidenden Moment durch eine graue Nebelwand getrübt wird und man gezwungen ist, die Brille während der Fahrt abzunehmen.
Cimalp setzt bei der Vision One auf ein ausgeklügeltes Belüftungssystem, das aus insgesamt sechs strategisch platzierten Lüftungsschlitzen besteht. Diese befinden sich dezent am oberen und unteren Rand der Scheibe sowie an den Seiten. Das Ziel: Eine konstante Luftzirkulation zu gewährleisten, ohne dass es unangenehm an den Augen zieht.
In der Praxis funktioniert das System hervorragend und ist beinahe auf Augenhöhe mit einer deutlich teureren Alpina Turbo Pro. Bei schweißtreibenden Uphill-Passagen im Wald, blieb die Scheibe bei mir meistens klar und frei von Beschlag, bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit an einem kühlen regnerischen Tag kann aber jede Scheibe mal beschlagen, so auch die Cimalp. Sobald man sich aber etwas zügiger bewegt, sorgt der Luftstrom dafür, dass entstehende Feuchtigkeit sofort abtransportiert wird und die Scheibe vor dem nächsten Ausatmen wieder frei ist. Ein echter Clou ist dabei die Balance: Die Belüftung ist effektiv genug, um Beschlag bei Gegenwind zuverlässig zu verhindern, aber so dezent platziert, dass man auch bei hohen Geschwindigkeiten in der Abfahrt keine tränenden Augen bekommt.
Sitz und Passform
Wie eine zweite Haut
Was nützt die beste Optik, wenn die Brille nach einer Stunde auf dem Rad Kopfschmerzen verursacht? Hier punktet die Vision One durch ihre durchdachte Ergonomie. Das Gestell aus Grilamid TR90 ist nicht nur extrem robust, sondern auch federleicht.
Dank der verstellbaren Nasenpads und der flexiblen Bügelenden lässt sich die Brille individuell anpassen. Bei mir saß sie von der ersten Sekunde an bombenfest, ohne unangenehme Druckpunkte zu hinterlassen. Selbst bei intensiven Einheiten und Schweißbildung verrutscht nichts. Besonders hervorzuheben ist die Belüftung: Durch die strategisch platzierten Öffnungen zwischen Scheibe und Rahmen wird ein Beschlagen effektiv verhindert – ein riesiger Pluspunkt bei langsamen, steilen Uphill-Passagen.

Erfahrungen beim Laufen und Biken
Ein Begleiter für alle Fälle
Auf dem Trail zeigt die Cimalp Vision One ihre wahre Stärke. Das Sichtfeld ist durch das rahmenlose Design im unteren Bereich extrem weiträumig, was besonders bei technischen Abfahrten für Sicherheit sorgt, da man Hindernisse im Bodenbereich früher wahrnimmt.
Die Selbsttönung hat mich im Test vollends überzeugt. Der Übergang von einer hellen Cat. 1 (beinahe transparent) bis hin zur dunklen Cat. 3 (für strahlenden Sonnenschein) funktioniert zuverlässig. Man vergisst schlichtweg, dass man eine Brille trägt, da sich die Sicht immer optimal an die Umgebung anpasst.
Gerade wenn man zwischen Waldpassagen, offenen Feldern und schattigen Trails wechselt, zeigt sich, wie gut eine Brille wirklich ist. Die Vision One spielt hier ihre Stärke voll aus: Die selbsttönende Scheibe reagiert zuverlässig und sorgt dafür, dass man nie das Gefühl hat, plötzlich „ins Dunkle“ zu laufen oder geblendet zu werden. Besonders angenehm ist, dass die Farbwiedergabe natürlich bleibt – nichts wirkt künstlich eingefärbt oder überbetont. Man vergisst schlichtweg, dass die Lichtverhältnisse wechseln, weil die Brille das unauffällig für einen regelt.
Eine Brille kann technisch noch so stark sein – wenn sie drückt oder rutscht, landet sie im Schrank. Die Vision One sitzt dagegen wie eine zweite Haut. Das extrem leichte TR90-Gestell und die verstellbaren Nasenpads sorgen dafür, dass sie auch nach langen Einheiten nicht unangenehm wird. Selbst bei schweißtreibenden Uphill-Passagen bleibt sie stabil, ohne zu verrutschen. Die Belüftungsschlitze leisten hier ganze Arbeit: Schweiß wird nicht unter die Scheibe gedrückt, und selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit bleibt die Sicht überraschend klar.
Schutz vor Wind und äußeren Einflüssen
Gerade auf schnellen Downhills oder beim Radfahren merkt man, wie gut die Brille vor Zugluft schützt. Die Vision One schafft hier eine beeindruckende Balance: genug Belüftung, um Beschlag zu verhindern, aber nicht so viel, dass die Augen anfangen zu tränen. Auch seitlich bietet die große Panorama-Scheibe einen soliden Schutz – egal ob Wind, Staub oder kleine Insekten. Das gibt ein spürbares Sicherheitsgefühl, besonders auf technischen Trails, wo man sich voll auf den Boden konzentrieren muss.
Fazit
Eine Brille, die mehr liefert, als sie verspricht
Die CIMALP Vision One hat mich im Test ehrlich überrascht. Während viele Modelle großer Marken vor allem mit ihrem Namen glänzen, punktet diese Brille dort, wo es wirklich zählt: in der Praxis. Die Kombination aus extrem natürlicher Farbwiedergabe, zuverlässiger Selbsttönung und einem Sichtfeld, das gerade auf technischen Trails enorm Sicherheit gibt, macht sie zu einem echten Allrounder. Dazu kommen der hervorragende Tragekomfort – leicht, stabil, ohne Druckpunkte – und eine Belüftung, die selbst bei feuchten Bedingungen erstaunlich gut funktioniert.
Unterm Strich liefert CIMALP hier eine Sportbrille ab, die technisch in der Oberklasse spielt, preislich aber angenehm bodenständig bleibt. Für mich ist sie aktuell der neue Maßstab in meinem Gear‑Schrank: eine Brille, die man aufsetzt und sofort vergisst – im besten Sinne. Wer eine zuverlässige, stylische und langlebige Begleiterin für Laufen, Biken und Outdoor‑Abenteuer sucht, wird hier definitiv nicht enttäuscht werden.
Galerie






















FAQs – Häufig gestellte Fragen
Wie schnell reagieren die photochromen Gläser der Vision One?
Die SPECTRA‑Scheibe benötigt je nach Temperatur etwa 20–60 Sekunden zum Abdunkeln und bis zu 5 Minuten zum vollständigen Aufhellen. Das ist völlig normal und entspricht dem physikalischen Verhalten aller hochwertigen photochromen Gläser.
Funktioniert die Selbsttönung auch im Auto?
Wie bei den meisten photochromen Gläsern reagiert die Vision One primär auf UV‑Licht. Da Autoscheiben UV‑Strahlen stark filtern, ist die Tönung im Fahrzeug deutlich reduziert.
Beschlägt die Brille bei Anstiegen oder im Winter?
Dank der sechs strategisch platzierten Belüftungsöffnungen bleibt die Scheibe in der Praxis meist klar. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit oder Kälte kann jede Brille kurz beschlagen – die Vision One klärt aber schnell wieder auf, sobald man sich bewegt.
Wie gut sitzt die Brille bei langen Läufen oder viel Schweiß?
Das TR90‑Gestell ist extrem leicht und flexibel, die Nasenpads und Bügelenden sind verstellbar. Dadurch sitzt die Brille stabil, ohne zu drücken oder zu verrutschen – selbst bei intensiven Einheiten.
Ist die Vision One auch für schmale oder breite Gesichter geeignet?
Die Brille ist als Unisex‑Einheitsgröße konzipiert. Durch das flexible Material und die anpassbaren Kontaktpunkte passt sie sich vielen Gesichtsformen gut an. Meiner Meinung nach passt die Brille aber hervorragend zu schmalen Gesichtern, bei denen viele Brillen ansonsten zu klobig aussehen.
Wie natürlich ist die Farbwiedergabe der Gläser?
Die Vision One gehört zu den wenigen photochromen Brillen, die Farben extrem natürlich darstellen. Kein künstlicher Blau‑ oder Graustich – Kontraste werden sauber betont, ohne verfälscht zu wirken.
Kann die Brille auch beim Radfahren oder Wandern genutzt werden?
Ja, absolut. Das große Sichtfeld, die stabile Passform und der Windschutz machen sie zu einem echten Allrounder für Laufen, Biken, Wandern und Trailrunning.
Wie pflege ich die Gläser richtig, damit die Beschichtung lange hält?
Am besten mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Spülmittel reinigen und anschließend mit einem Mikrofasertuch trocknen. Keine aggressiven Reiniger oder Papiertücher verwenden.
Wie robust ist die Brille im Alltag?
Die Kombination aus TR90‑Rahmen und bruchfestem Polycarbonat‑Glas macht die Vision One sehr widerstandsfähig. Trotz des geringen Gewichts wirkt sie keineswegs fragil.
Gibt es die Vision One in anderen Farben oder Glasvarianten?
Ja, CIMALP bietet verschiedene Rahmen‑ und Scheibenkombinationen an. Bei deinem Testmodell sind Rahmenfarbe und Glastyp fest miteinander gekoppelt. Es gibt verspiegelte Versionen und Versionen ohne Selbsttönung in verschiedenen Farben.Test






































