Es werde Licht und es bleibe lang!
VORTEILE
- Robust
- Wasserdicht
- Leuchtstark
- Lange Leuchtdauer
- Fein einstellbare Lichtleistung
- Rotlicht
NACHTEILE
- Akku sollte stabilisiert werden
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,

Mir ist ein Licht aufgegangen – ich erzähl euch heute mal etwas über eine Stirnlampe. Ja, der Spruch war schlecht – ganz im Gegensatz zu der Lampe, um die es hier heute geht.
Die Penta Pro von Lupine ist das Gerät, um welches es sich hier handelt und ihr werdet begeistert sein, ganz so wie ich.

Beginnen wir mit den Fakten, welche vom Hersteller angegeben werden.
Mit einer Leuchtkraft von bis zu 1400 Lumen ist die Lampe extrem stark – vor allem für ihre Größe.
Diese Leuchtkraft ermöglicht es ihr bis zu 140 Meter Leuchtweite zu erreichen.
Natürlich hat sie, wie jede gute Stirnlampe heutzutage ein Raum- und ein Spotlicht. Ebenso ist eine Rotlichtfunktion eingebaut für augenschonendes Kartenlesen oder Sachen im Zelt suchen.
Eine Stoßfestigkeit von 2 Metern Fallhöhe und eine Wasserdichtigkeit von 2 Metern Tiefe runden das Gerät ab.

Was sie noch hat, ist eine Funktion, die ich von meiner vorigen Stirnlampe kenne und liebe: Das reaktive Licht. Hier ist es noch etwas ausgebaut und richtet sich nach zwei Sensoren. Ein Sensor misst das Retour kommende Licht und stellt den Lichtstrahl danach so ein, dass immer die beste Lichtmenge für die aktuelle Distanz vorhanden ist. Man kennt es ja, kaum schaut man auf einen Felsen, welcher sehr nahe ist und schon ist man geblendet – im Dunkeln sehr unangenehm. Wichtig zu sagen ist, der Helligkeitssensor ist vom Werk aus nicht aktiviert – diesen muss man selbst bei den Einstellungen aktivieren!
Der zweite Sensor ist ein Kippsensor: Neigt man den Kopf nach unten, so schaltet die Lampe augenblicklich schwächer, da davon ausgegangen wird, dass man auf eine Karte schaut (oder auf den Boden, wo man ja auch nicht so viel Licht benötigt).

Der Akku ist extra – am Hinterkopf, damit man eine bessere Balance erreicht. Das ist gut gelöst, da der Akku doch recht groß ist und somit schwer und klobig wäre, wäre alles an der Vorderseite verbaut. Auf dem Akku befindet sich ein kleiner Taster mit einer darunter liegenden Led-Skala – der Akkustand kann hier abgerufen werden. Die Leuchtdauer ist enorm, da der Akku recht groß ist – 625 Stunden im niedrigsten Modus.
Das Gewicht beträgt nur 60 Gramm (allerdings das vom Lampenkopf), das gesamte Set wiegt dann doch ca. 160 Gramm.
Da wir nun alle die Fakten kennen, wie sieht die Realität aus. Ich hatte die Lampe bis zum Zeitpunkt dieses Berichts 5 mal im Einsatz – davon auch in 2 Höhlen, wo es bekanntlich sehr finster ist, und zum Foto machen benötigt man dann doch recht viel Licht.
Tour eins:
Hike, Biwak & Fly. Ich habe mich nachts auf den Berg begeben, um oben zu übernachten und am Folgetag bei Sonnenaufgang hinunterzufliegen. Eine Traumtour. Um meine Augen zu schonen, hatte ich nur das Rotlicht an und das in der Schwächsten Einstellung.
Es reichte super angenehm aus für den Ganzen Weg und ich war somit inkognito unterwegs und konnte jederzeit die Lampe ausschalten und den Sternenhimmel genießen. Bevor ich mich endgültig schlafen gelegt habe, habe ich natürlich noch dies und das im Rucksack gesucht – alles kein Problem mit dem roten Licht. Zum Foto machen nahm ich jedoch die schwächste Stufe in weiß – genial. Die Nacht war angenehm warm im neuen Schlafsack.

Tour zwei:
Ich war auf Urlaub in Ibiza – mehr entspannend als Action, jedoch war die Lampe mit dabei. Bei einer Wanderung entdeckte ich einen alten steinernen Aussichtsturm und musste natürlich sogleich hinein klettern/kriechen durch ein enges Einstiegsloch. Im Inneren war es natürlich finster, doch mit der Penta Pro konnte ich ein Video machen, auf dem es taghell war. Hier ein Ausschnitt daraus.

Tour drei:
Endlich etwas richtig Finsteres: eine Höhle. Durch die robuste Bauweise der Lampe musste ich mir keine Sekunde Sorgen um ihre Integrität machen. Sie leuchtete brav die 8 Stunden Tour durch in meist mittlerer Einstellung und ab und zu auf Vollgas für Fotos.
Tour vier:
Ebenfalls eine Höhle. Kürzer diesmal, aber auch dreckiger – die Lampe lebt und die Fotos sind ok.
Tour fünf war ein Klettersteig mit anschließendem Nachtflug. Einen Nachtflug mit dem Gleitschirm kann man nur machen, mit dem richtigen Equipment – also einer starken Lampe, um beim Landen den Boden anständig zu sehen. Das ist für die Penta Pro kein Problem – sie leuchtet alles so stark aus, dass es quasi wie am Tag erscheint.
Was mir bei technischen Geräten immer wichtig ist, ist die Verarbeitung, konkret die Robustheit des Gerätes. Da Elektronik sehr sensibel ist, muss sie geschützt sein. Vor Staub, Wasser, Erschütterung und ähnlichen Einflüssen, welche sie sehr schnell unbrauchbar machen können. Da kommt eben die genannte Verarbeitung ins Spiel.
Die Penta Pro ist aus einem Block gefräst, welcher aus einer speziellen Aluminiumlegierung besteht. Jede Schraubstelle ist mit einem O-Ring abgedichtet. Die Lampe macht einen Eindruck von Unzerstörbarkeit – genau das, was ich mir von so einem Tool erwarte. Ich werde sie noch weiterhin bei vielen wilden Touren mitnehmen, vermutlich auch beim Nacht-Canyoning, da sie ja bis zu einem ausreichenden Maß wasserfest ist.
Was kann ich über die Lampe noch sagen, um euch von ihr zu überzeugen? Kleinigkeiten wie zum Beispiel dass sie von dem Stirnband abnehmbar ist und man sich Halterungen an den Helm montieren kann, wo man sie superschnell fixieren kann.
Die Verarbeitung ist absolut hochwertig, wie man sie bei einem deutschen Produkt erwarten darf – ja Lupine ist eine deutsche Marke.
Man bekommt die Lampe in zwei Varianten: Eine Variante ist Warmweiß und eine Kaltweiß (4500 Kelvin und 5700 Kelvin). Das ist Geschmackssache, welche man sich zulegt, angenehmer für die Augen ist Warmweiß ebenso fürs Filmen ist es besser. Leuchtstärker ist Kaltweiß.
Zu guter Letzt kommen wir zum Preis: zwischen 160 und 220 € wird die Lampe gehandelt, also Augen auf wo man zugreift. Sie ist jeden Cent wert, denn sie liegt mit dem Preis im Mittel für hochwertige, starke Lampen von namhaften Marken.
Sie ist sicher überdurchschnittlich gut im Preisleistungsverhältnis, da all ihre Qualitäten sehr deutlich zu spüren sind. Das Einzige, was mich ein wenig stört ist, dass der Akku in seiner Halterung relativ leicht rausfällt – ein Kabelbinder rundherum fixiert ihn jedoch so fest, dass die Gefahr restlos gebannt ist.
Eine klare Empfehlung von mir – ich wünsche euch eben so viel Spaß mit dem Gerät wie ich schon bis jetzt hatte und ich werde sie weiterhin als meine Haupt-Outdoorlampe quälen, denn sie wird es ertragen!