Share the sun
VORTEILE
- Gutes helles Licht
- robustes Case aus Recyling-Material
- soziale Ausrichtung von WakaWaka
- verschiedene Befestigungsmöglichkeiten
NACHTEILE
- schwaches Solarpanel
- wenig mHa für die Größe des Produktes
- schlecht ablesbare Anzeigen bei Sonne
BEWERTUNG

WAS STECKT HINTER DER MARKE WAKAWAKA?
Bevor ich die WakaWaka Power+ auf dem diesjährigen Outside-Stories Produktscout-Treffen zum Testen bekommen habe, war mir die Marke völlig unbekannt. In den letzten Wochen habe ich mich also intensiver mit der Marke beschäftigt und muss ganz ehrlich sagen, mich hat schon lange kein Unternehmen mehr derart beeindruckt. Umso mehr Informationen ich gesammelt und umso mehr ich darüber gelesen habe umso mehr ist mein Hochachtung vor der niederländischen Firma gewachsen.
Aber macht euch selbst ein Bild: Die Firma WakaWaka wurde 2012 von Maurits Groen und Camille van Gestel über ein Crowdfunding-Projekt auf Kickstarter.com ins Leben gerufen. WakaWaka entwickelt tragbare Solarprodukte. Auf Swahili bedeutet WakaWaka „großartiges Licht“. Im Herbst 2015 wurde Maurits Groen in den Trouw Sustainability Index der 100 nachhaltigsten Menschen in den Niederlanden auf Platz 1 gewählt. Leider musste das Unternehmen im Juni 2018 Insolvenz anmelden. Durch das "Share the Sun" -Modell des Unternehmens geben die Kunden, wenn sie ein WakaWaka kaufen, auch einer Familie, die keinen Zugang zu Elektrizität hat, Solarlicht. In den Vereinigten Staaten werden gespendete Solarlampen ausschließlich dem International Rescue Committee übergeben. In anderen Ländern werden Spenden an das Rote Kreuz, Rettet die Kinder, Habitat for Humanity und andere gegeben. WakaWaka spendet uneingeschränkt in humanitären Krisen- und Katastrophenhilfesituationen. Außerhalb humanitärer Notlagen entwickeln sie marktbasierte Modelle und ermutigen ihre Partner, dasselbe zu tun.






WARUM DAS WAKAWAKA POWER+?
In den Rucksäcken der meisten Bergsportler sind in der Regel einer oder mehrere elektronische Begleiter. So hilfreich sie sind, nach einem langen Tag geht ihnen in der Regel irgendwann der Saft aus und Lademöglichkeiten sind draußen meist eher rar, oder wenn man eine findet eigentlich immer belegt. Natürlich spricht das Konzept der Firma für sich, was allein schon ein Grund ist, sich für ein Solargerät von WakaWaka zu entscheiden. Auf der anderen Seite bietet es auch noch weitere Eigenschaften, welches für den Power+ Charger sprechen, unter anderem ist er zugleich auch LED-Lampe. Das Gehäuse besteht aus 100% recyceltem und recyclebarem, sehr widerstandsfähigem Kunststoff. Mit Sicherheit gibt es weit günstigere Charger, welche auch gleichzeitig Taschenlampe sind. Aber wer sich ein WakaWaka Gerät zulegt tut gleichzeitig gutes für die Umwelt und Menschen in Entwicklungsländern. Über einen Code in der Verpackung können Sie selber wählen, an welches Projekt gespendet werden soll.

WAS BIETET ES?

Technische Daten |
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Größe |
122 x 76 x 15 mm |
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Gewicht |
164 Gramm |
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Batterie |
3000 mAh LiPo Inkl. Tiefenentladungsschutz für maximale Akkulebensdauer Ladeanzeige |
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Leistung |
5 V / 210 mA (1,05 W) |
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Anschlüsse |
Micro USB-in (>0,5 A) |
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Solarpanel |
22% Solarzelleneffizienz 90% Gesamtsystemeffizienz |
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Beleuchtung |
LED Lampe mit 4 Leuchtstärken von 5 bis 70 Lumen und SOS-Funktion |
Laut Hersteller ist es in der Sonne nach 12-24 Stunden und in 4 - 5 Std. über USB. Das Handy ist nach ca. 2 Stunden vollständig aufgeladen. Es liefert bis zu 200 Stunden Licht. Das WakaWaka Solarladegerät ist sehr leicht und kann sehr gut verstaut werden. Es lässt mit dem gut einstellbaren Standfuß so gut wie überall aufstellen oder aufhängen. Das Waka Waka Power Plus Solarladegerät lässt sich sehr schnell mit einem Micro USB Kabel zu einem ganz gewöhnlichen Ladegerät umwandeln.

Die Bedeutung der LED Lichter
- Die LED Leuchten zeigen den Ladezustand der Power- Packs an und zwar in der folgenden Option:
- ·Bei 25 Prozent zeigt die Power Pack eine LED Leuchte an.
- ·Bei 50 Prozent zeigt sie zwei LED Leuchten an.
- ·Bei 75 Prozent leuchten drei
- ·und bei 100 Prozent leuchten alle LEDs.
Tagsüber kann die Power+ außen an den Rucksack gehängt oder in die Sonne gestellt werden und lädt sich so über ihr hocheffizientes, integriertes Solarpanel in ca. 12-18 h selbst wieder komplett auf – gerade auf langen Touren ein großer Vorteil.

WIE MACHT SICH DER POWER+ CHARGER IM EINSATZ?
Ich habe den Charger auf dem Outside-Stories-Testival 2018 erhalten und ihn gleich mit meinem Samsung Gallaxy S6 getestet. Praktisch war hierfür schon mal die Möglichkeit, den Power+ mit dem Loch im Standfuss auch am Rucksack befestigen zu können. Mein Gallaxy hatte bei Ladebeginn ca. 56% Akku. Nach unserer Wanderung (ca. 4 Std.) war mein Handy wieder auf gut 90% aufgeladen. Damit hatte das WakaWaka für mich den ersten Test schon mal bestanden gehabt.
Die letzten Wochen hatte ich das Gerät meistens im Auto in der Windschutzscheibe liegen zum Laden. Jedoch ist mir aufgefallen, dass das doch recht kleine Solarpanel nur bei voller Sonneneinstrahlung auch wirklich merklich geladen wurde. Auch an sonnigen Tagen war der Ladeerfolg eher dürftig.


Klar der Haupteinsatzort für das Gerät ist vermutlich eher in Afrika und sehr sonneneintrahlungsintensiven Regionen zu finden, aber ich würde bei langen Wanderungen das Gerät doch eher zuvor über die Steckdose laden, als mich komplett auf das Solarmodul zu verlassen.
Die LEDs, welche die Ladekapazität anzeigen, sind für meinen Geschmack etwas zu dunkel, da man sie bei voller Sonneneinstrahlung nicht wirklich ablesen kann. Im Haus und im Schatten ist die Anzeige aber sehr ordentlich.

Für den Test habe ich mir extra noch einen USB Tester gekauft um etwas mehr Aussagen über die Ladekapazität und die Ladezeit sagen zu können. Wie man schön an dem Bild sehen kann hat es 2:19 Std gedauert um von ca. 25% auf 100% aufzuladen. Dabei wurden 2230 mAh geladen.

Nach dem ich die Powerbank über den Laptop vollgeladen habe, habe ich anschließend mein Handy von 66% auf 100% in 51 min geladen. Dabei wurden 634mAh aufgeladen.

Für den nächsten Teil bezüglich der Beleuchtungsstärke erstmal ein wenig Begriffserklärung:
„Die Beleuchtungsstärke auf einer beleuchteten Fläche gibt an, welcher Lichtstrom (gemessen in Lumen, lm) auf eine Flächeneinheit (gemessen in Quadratmetern, m2) fällt. Ihre SI-Einheit ist daher Lumen durch Quadratmeter (lm/m2). Diese abgeleitete Einheit trägt auch den Namen Lux, ihr Einheitenzeichen ist lx. Der Name leitet sich von der lateinischen Bezeichnung lux für Licht ab.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lux_(Einheit) )
Für den Test der LED-Beleuchtung habe ich mir einen LUX-Meter zu Hilfe genommen, da mich interessiert hat, wie gut die Beleuchtung bei einem Ladezustand von unter 25% noch ist. Ich fand es erstaunlich, dass die LEDs bei einer sehr geringen Ladekapazität, bei welcher die USB-Charge-Funktion schon nicht mehr klappt noch eine ganze Weile satt Licht spenden. Was ja auch der Haupteinsatzzweck des WakaWaka Power+ ist. Also wollte ich das Ganze mal in Zahlen messen, welche ihr den nächsten Bildern entnehmen könnt. Von oben nach unten seht ihr jeweils die 4 Lichtstärken gemessen im Abstand von ca. 50cm.




Soviel zu den Zahlen, jetzt das ganze nochmal in Bildern im Abstand von ca. 3 Metern.




Was leider ein Manko ist, trotz des robust wirkenden Äußeren, wird vom Hersteller darauf hingewiesen, dass man es nicht fallen lassen sollte und es damit auch nicht ganz die Ansprüche im Outdoor-Bereich erfüllt. Ebenso wie die fehlenden IP-Zertifizierung.


FAZIT?
WakaWaka und das „Share the Sun“-Project, sind eine echt tolle Sache. Mal sehen wie es mit der Firma jetzt weiter gehen wird, nach der Insolvenz. Das ganze Konzept rund um WakaWaka hat für mich eigentlich fünf Zelte verdient.

Das WakaWaka Power+ ist aber leider nicht ganz ausgereift. Die ursprünglichen Funktion der ersten Generation und die LED-Lampen sind eine super Sache. Die Charge-Funktion ist allerdings eher ein nettes Gadget und mit mageren 3000 mhA in diesem Format auch nicht gerade klein. Alles in allem noch deutlich ausbaufähig, darum lediglich drei Zelte.




















